Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Alpenstrandläufer (Calidris alpina)

Rote Liste Bayern:
Rote Liste Deutschland: Vom Aussterben bedroht
Erhaltungszustand Kontinental: In Bezug auf Status Rastvorkommen: günstig
Erhaltungszustand Alpin:

Verbreitung und Bestandssituation

Das Areal des Alpenstrandläufers erstreckt sich zirkumpolar zwischen dem Nordrand gemäßigter Breiten bis in die arktische Tundra, in Europa von Großbritannien über das nördliche Mitteleuropa und Skandinavien. -- In Bayern zieht Calidris alpina (Linnaeus 1758) durch.

Der Alpenstrandläufer ist alljährlicher Durchzügler in Bayern, wobei der Wegzug gegenüber dem Heimzug deutlich überwiegt. Durchzugsmaximum: SEP bis NOV.

Fundortkarte

Alpenstrandläufer (Calidris alpina)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Fundorte als Tabelle anzeigen

Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
5628 Bad Königshofen i.Grabfeld
5929 Haßfurt
6227 Iphofen
6231 Adelsdorf
6326 Ochsenfurt
6330 Uehlfeld
6331 Röttenbach
6528 Marktbergel
6537 Amberg
6629 Ansbach Nord
6638 Schwandorf
6639 Wackersdorf
6830 Gunzenhausen
6831 Spalt
6930 Heidenheim
6931 Weißenburg i.Bay.
7040 Pfatter
7243 Plattling
7333 Karlshuld
7626 Ulm-Südost (Neu-Ulm)
7636 Freising Süd
7637 Erding
7732 Mammendorf
7736 Ismaning
8132 Weilheim i.OB
8140 Prien a.Chiemsee
8141 Traunstein
8233 Iffeldorf
8234 Penzberg
8332 Unterammergau
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

In Mitteleuropa liegen die Brutgebiete an den Meeresküsten von Nord- und Ostsee. Für Alpenstrandläufer geeignete Nahrungsflächen sind Schwemm- und Schlickflächen, wie man sie im Binnenland allenfalls im Bereich von Flussmündungen (Binnendeltas) sowie von Rieselfeldern und Kläranlagen findet. Gelegentlich findet man die Vögel auch auf frisch ungebrochenen Äckern oder kurzrasigen überschwemmten Wiesen.

Phänologie

Regelmäßiger, teilweise zahlreicher (Herbst-)Durchzügler, Mittel- bis Langstreckenzieher.

Wanderungen: Im Binnenland treten die Watvögel v.a. auf dem Herbstdurchzug (AUG bis NOV) in Erscheinung, während der Frühjahrsdurchzug (MRZ bis JUN) zahlenmäßig kaum in Erscheinung tritt.

Brut: Bodenbrüter, Nest in feuchtem Gelände, Eiablage v.a. Anfang MAI. -- Brutzeit: APR bis JUN.

Tagesperiodik: Tagaktiv.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

Verlust oder Entwertung von nahrungsreichen Flachwasserzonen und Uferbereichen an Flüssen, Seen und Teichen (z.B. Uferverbau, Gewässerausbau, Bebauung).

Verlust oder Entwertung von Feuchtgebieten und Überschwemmungsflächen in den Auenbereichen mittlerer und größerer Fließgewässer.

Veränderung des Wasserhaushaltes in Feuchtgebieten (v.a. Grundwasserabsenkung).

Störungen an Rast- und Nahrungsflächen (v.a. Freizeitnutzung).

Mögliche Vermeidungs-, Minimierungs- und CEF-Maßnahmen

Entwicklung von geeigneten Rast- und Nahrungsflächen (v.a. Flachwasserzonen, Schlammufer, Feucht- und Nassgrünland, Überschwemmungsflächen).

Vermeidung von Störungen an Rast- und Nahrungsflächen (u.a. Lenkung der Freizeitnutzung im Uferbereich von Gewässern).

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