Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Saatgans (Anser fabalis)

Rote Liste Bayern:
Rote Liste Deutschland:
Erhaltungszustand Kontinental: In Bezug auf Status Wintervorkommen: günstig
Erhaltungszustand Alpin:

Verbreitung und Bestandssituation

Das Areal der Saatgans erstreckt sich von Mittelskandinavien bis zum Ural und in die Tundren NW-Sibiriens. -- In Bayern kommen als Durchzügler und Wintergäste 2 Unterarten vor, die "Wald-Saatgans", Anser f. fabalis (Latham 1787), und die "Tundra-Saatgans", Anser f. rossicus.

Saatgänse überwintern regelmäßig in Bayern an und auf Seen, Stauseen und größeren Flüssen.

Maximum BY: Im Winter bis zu 6000 Ind., mit steigender Tendenz in den letzten Jahren.

Fundortkarte

Saatgans (Anser fabalis)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

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Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
5831 Seßlach
6030 Eltmann
6330 Uehlfeld
6331 Röttenbach
6830 Gunzenhausen
6831 Spalt
6930 Heidenheim
6931 Weißenburg i.Bay.
7335 Geisenfeld
7736 Ismaning
7836 München-Trudering
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

Die Unterart fabalis brütet in Koniferen- und Birkenbeständen der Taiga, die Unterart rossicus in offener Tundra. Auf dem Durchzug und im Winter werden flache Gewässer als Schlaf- und Ruheplätze aufgesucht und möglichst störungsfreie Wiesen-, Weiden- und Ackerlandschaften zur Nahrungsaufnahme genutzt.

Phänologie

Fast regelmäßiger Durchzügler und Wintergast, Mittel- und Langstreckenzieher.

Wanderungen: Durchzug und Überwinterung in Bayern SEP bis APR; lokale Maxima um 300 Ind. im FEB/MRZ (ausnahmsweise 1160 Ind. am Unteren Inn).

Mauserzeit: Vollmauser mit 1-monatiger Flugunfähigkeit ab JUL/AUG, Mauserende SEP/OKT.

Brut: Legebeginn MAI/JUN, im Norden JUN/JUL. -- Brutzeit: MAI bis AUG/SEP.

Tagesperiodik: Tagaktiv.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

Lebensraumverlust durch Landschaftsverbrauch und Trockenlegungen.

Störungen in Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten. Bestandsreduktion durch Jagd und Verfolgung.

Verluste durch Leitungsanflug, zunehmend auch Windkraftanlagen.

Mögliche Vermeidungs-, Minimierungs- und CEF-Maßnahmen

Einrichtung großer störungs- und nutzungsfreier Ruhezonen.

Rückbau oder Sicherung von Freileitungen sowie Seilquerungen.

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