Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Blässgans (Anser albifrons)

Rote Liste Bayern:
Rote Liste Deutschland:
Erhaltungszustand Kontinental: In Bezug auf Status Wintervorkommen: günstig
Erhaltungszustand Alpin:

Verbreitung und Bestandssituation

Das Areal der Blässgans erstreckt sich über die arktischen Gebiete Russlands. Zunehmend brüten Blässgänse aber auch in Holland und Belgien. -- In Bayern überwintert Anser [erythropus] albifrons (Scopoli 1769).

Maximum BY: Im Winter halten sich bis zu 1000 Ind. in Bayern auf, Tendenz steigend.

Fundortkarte

Blässgans (Anser albifrons)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

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Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
6029 Knetzgau
6320 Michelstadt
6331 Röttenbach
6735 Deining
6830 Gunzenhausen
6831 Spalt
6930 Heidenheim
6931 Weißenburg i.Bay.
7335 Geisenfeld
7637 Erding
7736 Ismaning
7834 München-Pasing
7835 München
8140 Prien a.Chiemsee
8141 Traunstein
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

Als Überwinterungsgebiete bevorzugt die Blässgans ausgedehnte, ruhige Grünland- und Ackerflächen in den Niederungen großer Flussläufe. Die Tiere fressen vor allem auf Grünlandflächen, zu geringen Anteilen auch auf Ackerflächen. Stehende Gewässer und störungsarme Uferabschnitte der Flüsse werden als Schlaf- und Trinkplätze aufgesucht.

Phänologie

Fast regelmäßiger Wintergast und Durchzügler, Mittel- und Langstreckenzieher.

Wanderungen: Durchzug und Winterrast von OKT bis MRZ, vereinzelt auch in anderen Monaten, (wobei mit Gefangenschaftsflüchtlingen zu rechnen ist); lokale Maxima um 100 Individuen (Unterer Inn, Ismaninger Speichersee); Wintermaxima im JAN bis MRZ (Diagramm).

Mauserzeit: Synchrone Schwingenmauser mit 25-tägiger Flugunfähigkeit ab Ende JUL, meist vor Erreichen des Winterquartiers vollendet.

Brut: Bodenbrüter, Legebeginn Mitte MAI bis Anfang JUN. -- Brutzeit: MAI bis JUL/AUG.

Tagesperiodik: Tag- und nachtaktiv.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

Hauptgründe für Bestandseinbrüche sind Jagd und Lebensraumzerstörung (Verlust von Überschwemmungsflächen, Wiesenumbruch, Umbruch von Ackerflächen kurz nach der Ernte, Überbauung etc.).

Zerschneidung offener Landschaftsräumen durch Stromfreileitungen und Windenergieanlagen.

Mögliche Vermeidungs-, Minimierungs- und CEF-Maßnahmen

Ruhezonen, insbesondere jagdlicher Art, an den wichtigsten Rast- und Nahrungsgebieten.

Erhaltung und Entwicklung geeigneter Nahrungsflächen (v.a. feuchtes Dauergrünland, Überschwemmungsflächen, Belassen von Stoppelbrachen).

Rückbau oder Sicherung von Freileitungen und Seilquerungen.

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