Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Spiessente (Anas acuta)

Rote Liste Bayern:
Rote Liste Deutschland: Gefährdet
Erhaltungszustand Kontinental: In Bezug auf Status Durchzügler: günstig
Erhaltungszustand Alpin:

Verbreitung und Bestandssituation

Das Areal der Spießente erstreckt sich von Island, Schottland und der Ostsee bis Kamtschatka und Nordamerika. -- In Bayern brütet Anas [acuta] acuta (Linnaeus 1758).

Vermutete Brutvorkommen in Bayern gibt es aus dem späten 19. Jh. und dem 20. Jh. Zuerst im Ismaninger Teichgebiet, am Unteren Inn, im Fränkischen Weihergebiet und in der südlichen Oberpfalz

Brutbestand BY: 0-5 Paare

Maximum BY: 150-200 Ind. im Herbst und Frühjahr.

Fundortkarte

Spiessente (Anas acuta)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Fundorte als Tabelle anzeigen

Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
5526 Bischofsheim a.d.Rhön
5737 Schwarzenbach a.d.Saale
5738 Rehau
5831 Seßlach
5832 Lichtenfels
5833 Burgkunstadt
5929 Haßfurt
5931 Ebensfeld
6029 Knetzgau
6031 Bamberg Nord
6038 Waldershof
6039 Mitterteich
6139 Falkenberg
6231 Adelsdorf
6330 Uehlfeld
6331 Röttenbach
6428 Bad Windsheim
6537 Amberg
6638 Schwandorf
6830 Gunzenhausen
6831 Spalt
6929 Wassertrüdingen
6930 Heidenheim
6931 Weißenburg i.Bay.
7040 Pfatter
7041 Münster
7235 Vohburg a.d.Donau
7341 Dingolfing Ost
7428 Dillingen a.d.Donau West
7626 Ulm-Südost (Neu-Ulm)
7631 Augsburg
7731 Mering
7736 Ismaning
7830 Schwabmünchen
7834 München-Pasing
7835 München
7840 Kraiburg a.Inn
7942 Tittmoning
8029 Kaufbeuren-Neugablonz
8033 Tutzing
8133 Seeshaupt
8140 Prien a.Chiemsee
8141 Traunstein
8233 Iffeldorf
8327 Buchenberg
8328 Nesselwang West
8333 Murnau a.Staffelsee
8334 Kochel a.See
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

Offene Niederungslandschaften und Moorgebiete mit großen stehenden Binnengewässern, Überschwemmungsflächen, mitunter Stausee und Fischteiche sind die Lebensräume der Spießente. Wichtig ist Ufervegetation. Auf dem Zug und im Winterquartier v.a. an der Küste, im Binnenland meist nur kleine Trupps.

Phänologie

Brutgast, regelmäßiger Durchzügler und Wintergast in geringen Zahlen, Mittel- und Kurzstreckenzieher.

Wanderungen: Ankunft im Brutgebiet im MRZ/APR, Abzug AUG. Durchzugsmaximum OKT/NOV. und MRZ/APR.

Mauserzeit: Vollmauser JUN bis AUG, Weibchen bis SEP, synchrone Schwingenmauser ab JUL, 20-30 Tage flugunfähig.

Brut: Bodenbrüter, Nest in Gewässernähe, aber auch weit davon entfernt; Eiablage Mitte/Ende APR bis Mitte JUN, Hauptlegezeit MAI. -- Brutzeit: APR/MAI bis JUL/AUG.

Tagesperiodik: Tag- und nachtaktiv, Nahrungssuche meist nachts.


Rastzeit-Diagramm
Relative Häufigkeit der Art in Bayern während der Wintermonate.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

Lebensraumverlust durch Gewässerausbau, Drainage von Überschwemmungsgebieten und Mooren, Grundwasserabsenkung usw. Extrem hohe Abschusszahlen, in Europa v.a. in Russland, Frankreich, Belgien, Griechenland, Rumänien und Afrika.

Mögliche Vermeidungs-, Minimierungs- und CEF-Maßnahmen

Einrichtung von Ruhezonen in Durchzugs-, Rast- und Überwinterungsgebieten.

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