2014 erschien mit ADEBAR („Atlas DEutscher BrutvogelARten“) ein Brutvogelatlas, der auf deutschlandweit einheitlichen Methoden beruhte und nicht nur die Verbreitung, sondern erstmals auch Bestandsgrößen aller deutschen Brutvögel aufzeigte. Zwei Jahre vorher erschien unter Federführung des LfU 2012 der auf den gleichen Kartierungen beruhende bayerische Brutvogelatlas. Er stellte auf der Basis von TK-25 Quadranten die Verbreitung und Bestände von 207 bayerischen Brutvogelarten dar und bildete eine wichtige Grundlage für den angewandten Artenschutz, für Berichtspflichten und für wissenschaftliche Arbeiten zur bayerischen Vogelwelt.

Die Vogelbestände haben sich verändert

Die Bestände etlicher Vogelarten haben sich seit dem Kartierungszeitraum von ADEBAR 1 stark verändert, zum Beispiel beim Girlitz, dessen Bestand seit 2009 um ca. 40 % zurückging.

Die Trendkurve der Bestandsentwicklung des Girlitz in Bayern nimmt seit 2008/2009 kontinuierlich ab. Bestandsentwicklung des Girlitz in Bayern (blau). Grün: zum Vergleich die deutschlandweite Entwicklung. (Quelle: Monitoring häufiger Brutvögel, DDA)

Auf der anderen Seite haben sich Arten wie Kranich, See- und Fischadler in den letzten Jahren als Brutvögel in Bayern etabliert und nehmen weiter zu.

Aktuell laufen das zweite Jahr die bundesweiten Kartierungen nach einer einheitlichen Vorgehensweise mit abgestimmter Methodik und Zeitplan, nachdem Ende 2023 alle Bundesländer ihre Teilnahme und Mitwirkung bekundet hatten.