Natur: Nr. 29 / Freitag, 26. Juni 2026
Studierende der Universität Augsburg erkunden Flugplatzheide am LfU
Studierende der Geographie an der Universität Augsburg lernen bei einer Exkursion das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) und seine artenreichen Außenanlagen kennen. (Quelle: LfU)+++ 28 Geographiestudierende der Universität Augsburg haben am 26. Juni im Rahmen einer Exkursion das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg besucht. Bei einer Führung durch die Außenanlagen und einer praktischen Einheit zur Biotopkartierung erhielten sie vielfältige Einblicke in Biodiversität und behördliche Naturschutzpraxis. +++
Die Exkursion führte die Gruppe auf eine Fläche, die Naturerlebnis, Umweltbildung und Stadtgeschichte auf besondere Weise verbindet: Die Außenanlagen des LfU bestehen größtenteils seit 1999, wurden zwischen 2009 und 2012 erweitert und umfassen heute, einschließlich der Dachbegrünung, rund 64.000 Quadratmeter. Sie wurden als Vorbild für naturnahe Außenanlagen an öffentlichen Gebäuden geplant und zeigen, wie Nachhaltigkeit und Biodiversität als Leitlinien für natur- und umweltverträgliches Planen und Bauen konkret umgesetzt werden können. Durch gezielte Pflege und die Steuerung der natürlichen Entwicklung konnten sich die Flächen zu einem artenreichen Stadtbiotop entwickeln.
„Besonders spannend war für mich, wie anschaulich sich im Gelände ökologische Zusammenhänge und Kartiermethoden nachvollziehen lassen. Dass wir dabei eine so besondere Fläche direkt in Augsburg untersuchen konnten, macht die Exkursion für die Studierenden besonders wertvoll“, sagt Dr. Ulrike Beyer vom Institut für Geographie.
Im Mittelpunkt der Exkursion stand die Haunstetter Flugplatzheide, die unmittelbar an das LfU grenzt. 2020 wurde sie als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen; seitdem stehen rund sieben Hektar unter beständigem Schutz. Die Fläche ist ein charakteristischer Rest der historischen Lechheide mit strukturreichem Kalkmagerrasen und heidetypischer Tier- und Pflanzenwelt. Zugleich zählt die Flugplatzheide zu den letzten stadtnahen Relikten der durch Beweidung entstandenen Heidelandschaft des Lechfelds. Bis heute sind dort zudem Spuren ihrer früheren Nutzung als Flugfeld erkennbar.
„Unsere Außenanlagen sind nicht nur Arbeitsumfeld. Sie zeigen als hervorragendes Beispiel, wie sich Naturschutz, nachhaltige Planung und Stadtraum sinnvoll verbinden lassen. Uns freut es, den Nachwuchskräften der Universität den Wert unserer Natur und die behördliche Arbeit zum Erhalt dieser näherbringen zu können“, sagt Ines Langensiepen vom LfU.
Die Exkursion ergänzte die Vortragsreihe UmweltStudium, die vom LfU gemeinsam mit dem Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg organisiert wird. Seit vielen Jahren informiert die Reihe über den Umweltschutz in Bayern und vertieft Themen wie Artenvielfalt, den Schutz der Umwelt, natürliche Ressourcen und Klima. Sie steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen, die sich für aktuelle Fragen des Umweltschutzes interessieren.
Wer die Besonderheiten der LfU-Außenanlagen näher kennenlernen möchte, kann sie direkt im öffentlich zugänglichen Gelände bei einem Rundgang erkunden.
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