Abfall: Nr. 12 / Mittwoch, 18. März 2026

Recycling sichert Rohstoffe, reduziert Abhängigkeiten und beginnt in jedem Haushalt - Neun einfache Tipps für einen besseren Wertstoffkreislauf
 

Weltrecyclingtag 18. März 2026 Weltrecyclingtag 18. März 2026 (Quelle: LfU)

Bei haushaltstypischen „Abfällen“ wie Papier, Metallen und Glas funktioniert das Recycling mit Quoten von über 80 % schon gut. Alles, was im Restmüll landet, wird jedoch verbrannt und geht überwiegend verloren. Deshalb ist die richtige Abfalltrennung so wichtig. Bereits kleine Verhaltensänderungen im Alltag wirken sich direkt aus. Recycling sorgt für Sekundärrohstoffe und stärkt unsere Unabhängigkeit. Ein globaler Ansatz, der uns alle angeht.

Recycling bedeutet, dass Produkte, die zu Abfall geworden sind, stofflich verwertet werden. Menschen recyceln bereits seit Jahrtausenden, z. B. pflanzliche und tierische Abfälle, Baustoffe und Metalle. Recycling führt dazu, dass Wertstoffe im Kreislauf gehalten werden und damit weniger Primärrohstoffe erforderlich sind. Verwertete Abfälle müssen weder verbrannt noch deponiert werden.

Immer bedeutender wird das Recycling nicht nur für Massenabfälle wie Bau- und Kunststoffe, sondern insbesondere auch für Abfälle, die kritische Rohstoffe enthalten. Dies sind Rohstoffe, die eine hohe wirtschaftliche Bedeutung haben und große Lieferrisiken aufweisen (z.B. Kobalt, Kupfer, Lithium und Seltene Erden). Sie kommen etwa in Batterien, Elektrogeräten, Elektrofahrzeugen und Magneten vor. Das Recycling kritischer „Rohstoffabfälle“ soll zukünftig bevorzugt innerhalb der EU stattfinden.

Recyclingverfahren

Die bayerischen Landkreise und Städte nutzen über 130 Recyclinganlagen zur Verwertung der kommunal gesammelten Abfälle. Das Recycling erfolgt durch manuelle und mechanische Verwertungsverfahren und spezifisch für jede Abfallart. Beim Recyclingprozess werden zuerst noch enthaltene Störstoffe oder gefährliche Bestandteile wie etwa Öl oder Batterien entfernt, danach die verschiedenen Materialarten voneinander getrennt. Die sortierten Wertstoffe werden in verschiedenen Verwertungsanlagen (z. B. zur Herstellung von Papier, Glas, Kupfer) eingesetzt und gelangen so zurück in den Stoffkreislauf. Moderne Sortieranlagen können z. B. Kunststoffverpackungen systematisch sortieren, um einen möglichst großen Anteil stofflich zu verwerten. Bei einigen Abfällen wie z. B. Getränkekarton- und Papierverbundverpackungen lässt sich das Recycling jedoch noch verbessern.

Generell kann umso mehr recycelt werden, je mehr Abfälle zuvor getrennt eingesammelt wurden.

Neun Tipps zur Abfallvermeidung und für ein besseres Recycling im Alltag:

  • Verpackungsarmes Einkaufen vermeidet Abfälle
  • Mehrwegbehältnisse nutzen
  • Abfälle den jeweiligen getrennten Sammelwegen zuführen (z. B. Batterien, Bioabfälle, Elektrogeräte, Glas, Metalle, Papier), nicht in den Restmüll!
  • Altglas nach Farben sortiert in die Glascontainer geben, Deckel dürfen drauf bleiben
  • Keine „kompostierbaren Müllbeutel“ nutzen, außer diese sind von Ihrem Landkreis explizit zugelassen
  • Folien von Verpackungen abziehen und trotzdem gemeinsam in die gelbe Tonne/Sack geben (sonst wird alles verbrannt)
  • Tetra-Paks Verpackungen meiden (Verbundverpackungen sind schwierig zu recyceln)
  • Taschentücher, Kassenzettel, Pizzakartons in den Restmüll geben
  • Abfallberatung der Landkreise und Städte nutzen

Der Abfallratgeber Bayern bietet weitere Informationen zur Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Abfallentsorgung sowie zur schulischen und beruflichen Bildung im Bereich der Kreislaufwirtschaft.  

 



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