Strahlung: Nr. 09 / Montag, 02. März 2026
Umweltminister Thorsten Glauber eröffnet Laborneubau
Umweltminister Thorsten Glauber übergibt den Schlüssel zum Laborneubau an LfU-Präsidentin Dr. Monika Kratzer (Quelle: StMUV)Am Standort Kulmbach des Landesamtes für Umwelt wurde am 27.02.2026 ein hochmodernes Kompetenzzentrum für Strahlenschutz eröffnet. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte bei der Schlüsselübergabe im Schloss Steinenhausen: "Bayern stärkt konsequent den Schutz der Bevölkerung. Mit dem neuen Kompetenzzentrum für Strahlenschutz setzen wir auf modernste Messtechniken und Laborstandards. So schaffen wir verlässliche Strukturen für ein Höchstmaß an Sicherheit. Der Standort Kulmbach übernimmt zentrale Aufgaben bei den Freigabemessungen im Zuge des Rückbaus der bayerischen Kernkraftwerke. Das gewährleistet unabhängige Kontrollen und hohe Transparenz. Mit künftig zwei leistungsfähigen Laboren in Augsburg und in Kulmbach stellen wir die Notfallvorsorge in Bayern zukunftssicher auf. Die Sicherheit der Menschen hat immer höchste Priorität." Die Baukosten belaufen sich auf rund 40 Millionen Euro.
Die Konzeption für das neue Strahlenschutzzentrum beinhaltet eine deutliche Ausweitung der Radioaktivitätsmessungen am Standort Kulmbach. Damit entsteht neben Augsburg ein zweites gleichwertiges und leistungsstarkes Strahlenschutzlabor in Bayern. Im Aufsichtslabor werden Proben untersucht, die bei den Kontrollen vor Ort im medizinischen und gewerblichen Bereich anfallen, vor allem aber aus dem Rückbau der bayerischen Kernkraftwerke stammen. Im neuen Labor werden künftig die Messungen im Zusammenhang mit dem Rückbau der Kernkraftwerke gebündelt. Dazu zählen insbesondere Freigabemessungen sowie die strahlenschutztechnische Überwachung des eingesetzten Personals. Zudem werden die Labore in Augsburg und Kulmbach gleichrangig als sogenannte "IMIS-Landesmessstellen" betrieben. Sie übernehmen die Überwachung der allgemeinen Umweltradioaktivität und die Messungen bei radiologischen Ereignisfällen, darunter die Untersuchung von Lebensmitteln, Futtermitteln und Umweltproben. Für Bayern sind im Routinebetrieb jährlich rund 2.000 Umweltproben zu untersuchen. Im Intensivbetrieb kann die Zahl auf mehrere hundert Proben pro Tag ansteigen.
Der Neubau umfasst eine Gesamtfläche von rund 1.200 Quadratmetern mit 15 hochwertigen Laborarbeitsplätzen. Bei der Umsetzung des Neubaus wurden die Belange des Denkmal- und Naturschutzes am Standort Schloss Steinenhausen ebenso berücksichtigt wie eine nachhaltige Energieversorgung durch Geothermie und Photovoltaik. Am Standort Kulmbach sind derzeit rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.
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