Abfall: Nr. 06 / Mittwoch, 18. Februar 2026
Was bedeutet das für mich? Für alle nur Gutes!
Gefahren durch die falsche Entsorgung von Batterien lassen sich deutlich reduzieren. Der Handel sowie die bayerischen Kommunen bieten zahlreiche Abgabestellen an – damit ist die richtige Entsorgung für viele Bürgerinnen und Bürger einfach erreichbar. Jede richtig entsorgte Batterie trägt zur Sicherheit und zum Schutz unserer Umwelt bei.
Alte Batterien können in Bayern an zahlreichen Rücknahmestellen im Handel und bei kommunalen Wertstoffhöfen kostenlos abgeben werden. Allein die Kommunen bieten über 2000 Abgabestellen an. Neue gesetzliche Vorgaben erweitern die bisherigen Rückgabemöglichkeiten z. B. für E-Bike-Akkus. Ein guter Anlass, um am Tag der Batterie seine Schubladen zu durchforsten und alte Batterien zu entsorgen. Insbesondere Lithium-haltige Batterien müssen richtig entsorgt werden, um die potenziellen Brand- und Explosionsgefahren zu minimieren.
Brände durch Lithium-haltige Batterien
Batterien werden in immer mehr Alltagsprodukten verwendet. Teilweise werden Batterien aber gar nicht „wahrgenommen“, z. B. in leuchtenden Turnschuhen, singenden Musikkarten oder E-Zigaretten. Insbesondere Lithium-Ionen-Akkus werden immer häufiger genutzt. Die Hochleistungsenergiespeicher sind mittlerweile laut Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. die häufigste Ursache für Brände durch Elektrizität. Insbesondere bei einer nicht ordnungsgemäßen Handhabung oder Entsorgung besteht ein hohes Brand- und Explosionsrisiko. Die Entsorgungsverbände gehen von ca. 30 Bränden pro Tag in Deutschland aus.
Rückgabemöglichkeiten
Während in privaten Haushalten überwiegend Gerätebatterien, Batterien für leichte Verkehrsmittel (z. B. E-Bike-Akkus) sowie zunehmend kleinere Industriebatterien (z. B. aus Solarspeichern) anfallen, stammen Starter- und Elektrofahrzeugbatterien aus der (Elektro-) Mobilität. Für alle Batteriekategorien gibt es kostenlose Rückgabemöglichkeiten. Auch Online-Händler müssen geeignete Rückgabemöglichkeiten in der Verkaufsstelle oder deren Nähe anbieten.
Schon heute können E-Zigaretten am Wertstoffhof, im Elektro-Fachhandel und bei großen Lebensmittelgeschäften zurückgegeben werden. Ab dem 01.07.2026 ist die Rückgabe an allen Verkaufsstellen möglich, z. B. an Kiosken, Tankstellen. Mit der Abgabe von Batterien an Rücknahmestellen kann jeder dazu beitragen, Brände und die Freisetzung von Schadstoffen (Quecksilber, Cadmium und Blei) zu verhindern, wertvolle Metalle (Aluminium, Eisen/Stahl, Nickel und Zink) zu recyceln und die Rohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen.
Gesetze verbessern Rücknahme und Recycling
Neue europäische und nationale Vorgaben (EU-Batterie-Verordnung, Batteriedurchführungsgesetz) erleichtern seit Anfang 2026 die Rückgaben von Altbatterien. Die Batterie-Hersteller müssen zudem stärker als bisher ihre Produkt-Verantwortung erfüllen. Sie erledigen dies, indem sie Organisationen einrichten, welche die weitere Rücknahme und Entsorgung regeln. Dazu gehört auch, dass die vorgeschriebenen Quoten für das Recycling und der Einsatz von Rezyklaten aus Altbatterien bei der Produktion neuer Batterien z. B. für Kobalt, Blei, Lithium und Nickel eingehalten werden. Die Batterie-Verordnung der EU ist die erste europäische Regelung, die den gesamten Lebenszyklus eines Konsumprodukts lenkt.
Der Abfallratgeber bietet weitere Informationen zu Lithium-Batterien, davon ausgehende Gefahren und deren Entsorgung:
- Brandgefahren durch alte Lithiumbatterien und ausgediente Elektrogeräte mit Lithium-Ionen-Akkus
- Wiederverwendung und Sammlung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten (E-Schrott), enthaltende Lithium-Batterien
Die Kampagne e-schrott-entsorgen – unterstützt durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) bietet neben einem Rücknahmefinder und weiteren Informationen auch ein einheitliches Symbol zur Kennzeichnung von Abgabemöglichkeiten für Batterien:
Fotos
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