Wasser: Nr. 56 / Montag, 22. Dezember 2025

Nur Juli und September 2025 hatten keine langen meteorologischen Trockenperioden
 

Trockengefallene Insel Hoy/Bodensee im Frühjahr 2025. Die kleinste Insel Deutschlands liegt in der Reutiner Bucht bei Lindau/Bodensee. Trockengefallene Insel Hoy/Bodensee im Frühjahr 2025. Die kleinste Insel Deutschlands liegt in der Reutiner Bucht bei Lindau/Bodensee. (Quelle: LfU)

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) bilanziert in seinem gerade fertiggestellten Bericht das Hydrologische Jahr 2025. Nach dem vergleichsweise feuchten Jahr 2024, war das hydrologische Jahr 2025 im langjährigen Vergleich zu warm und zu trocken.

Das hydrologische Jahr 2025, auch Abflussjahr genannt, umfasst den Zeitraum vom 01. November 2024 bis zum 31. Oktober 2025. Der Hydrologische Jahresbericht 2025 umfasst die Themen Meteorologie, Flüsse, Seen, Grund- und Bodenwasser und enthält den Bericht des Lawinenwarndienstes. Das 12-monatige bayernweite Niederschlagsdefizit war in den Regierungsbezirken Ober- und Niederbayern am größten (23 Prozent Abweichung vom Mittel 1971 bis 2000) und in Mittelfranken am geringsten (11 Prozent). Die Abflüsse blieben in den meisten Flussgebieten Bayerns unterdurchschnittlich. An einzelnen Pegeln wurden 2025 die niedrigsten mittleren Jahresabflüsse der letzten Jahrzehnte beobachtet. Nach dem bisher nassesten und wärmsten Abflussjahr 2024 hatten sich die Grundwasserstände und Quellschüttungen zu Jahresbeginn 2025 teilweise wieder erholt. Ralph Neumeier, Vizepräsident des LfU führt weiter aus: „Im niederschlagsarmen Jahresverlauf 2025 kehrte sich diese positive Entwicklung jedoch um. In vielen Regionen sind somit die positiven Effekte des überdurchschnittlich feuchten und grundwasserneubildungsreichen Jahres 2024 wieder spürbar zurückgegangen oder gar nicht mehr vorhanden.“ 

Zum Ende des hydrologischen Jahres 2025 wurden vor allem noch in den quartären Grundwasservorkommen entlang der Fließgewässer und der Münchner Schotterebene, in Teilen des Schwäbischen und Fränkischen Jura sowie in Teilen des Verbreitungsgebietes des Buntsandsteins in Unterfranken durchschnittliche Grundwasserverhältnisse registriert.

Die Hitzewellen im Juni, Juli und August mit sehr hohen Wassertemperaturen sowie das anhaltende Niedrigwasser belasteten die Gewässerökologie. So war es beispielsweise zum Schutz der Flussperlmuscheln auch 2025 wieder erforderlich, gezielt Wasser aus Teichen und gefassten Quellen in die entsprechenden Gewässer einzuleiten.

Weitergehende Analysen, anschauliche Karten und erläuternde Diagramme liefert der aktuelle Bericht zum Hydrologischen Jahr 2025:

 



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