PRESSEMITTEILUNG

Nr. 33 / Dienstag, 26. Oktober 2021

Natur
Bayerisches Artenschutzzentrum: Netzwerk Biodiversitätsberatung zieht Bilanz des ersten Jahres

+++ Beratungen zum Vertragsnaturschutzprogramm, Bauhofschulungen zur Artenvielfalt im öffentlichen Grün, Projekte zum Schutz von Wiesen und Insekten – die Biodiversitätsberaterinnen und Biodiversitätsberater haben ihren Platz gefunden. Seit einem Jahr setzen sie sich gegen den Verlust der Biodiversität ein und leisten einen wichtigen Beitrag, den Artenschwund in Bayern zu stoppen und die noch vorhandene Artenvielfalt konsequent zu schützen. Sie sind Teil der unteren und höheren Naturschutzbehörden und nehmen eine Schlüsselrolle in der Bayerischen Naturschutzarbeit ein. Beim ersten gemeinsamen Jahrestreffen der Biodiversitätsberatung in Bayern am 19. und 20. Oktober 2021 fiel die Bilanz durchweg positiv aus: Schon jetzt ist ein starkes Netzwerk mit zahlreichen Akteuren zustande gekommen - unter anderem mit Landschaftspflegeverbänden, Gebietsbetreuerinnen und –betreuern und der Wildlebensraumberatung. +++

So haben sich beispielsweise an der „Oberallgäuer Wiesenmeisterschaft“ eine Reihe von Akteuren beteiligt, um den Blick auf die heute seltenen Bergmähwiesen mit großer Pflanzenvielfalt zu lenken und den großen Aufwand der Bergbauern zu honorieren, diese zu erhalten. Wiesen mit bis zu 164 Pflanzenarten und seltenen Pflanzen wie der Arnika konnten ausgezeichnet werden; das Interesse der Landbewirtschafter war groß. Eine Jury aus Verbänden der Landwirtschaft, des Naturschutzes und aus Behörden hat gemeinsam mit der Biodiversitätsberaterin im Oberallgäu 72 Flächen bewertet.

Auf der Agenda für das nächste Jahr steht, mehr Landnutzerinnen und Landnutzer für die Maßnahmen der Biodiversitätsberatung zu begeistern. Der große Wunsch für die Zukunft bleibt, in jedem Landkreis Bayerns eine Stelle zur Biodiversitätsberatung zu etablieren.

Weitere Informationen unter: Biodiversitätsberatung in Bayern - LfU Bayern

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