Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Gebänderte Kahnschnecke (Theodoxus transversalis)

Rote Liste Bayern: Vom Aussterben bedroht
Rote Liste Deutschland: Vom Aussterben bedroht
Erhaltungszustand Kontinental: Ungünstig/schlecht
Erhaltungszustand Alpin:

Verbreitung und Bestandssituation

Die Art kommt im Donau-Einzugsgebiet sowie im Djnestr vor.

Theodoxus transversalis war früher donauaufwärts bis mindestens Donauwörth verbreitet. Heute sind in der Donau nur noch kleine Restpopulationen bekannt, darüber hinaus gibt es ein isoliertes Vorkommen in der Alz.

Fundortkarte

Gebänderte Kahnschnecke (Theodoxus transversalis)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

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Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
7040 Pfatter
7042 Bogen
7142 Straßkirchen
7143 Deggendorf
7243 Plattling
7244 Osterhofen
7446 Passau
7941 Trostberg
8040 Eggstätt
8041 Traunreut
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

Die Schnecke bevorzugt saubere, sauerstoffreiche Fließgewässer mit steinigem Grund bzw. Ufer. Letzteres ist notwendig, da die Tiere dort den Algenaufwuchs abweiden.

Die Art ist getrenntgeschlechtlich. Die Weibchen legen Eikapseln mit Nähreiern ab, aus denen sich in der Regel nur jeweils eines oder wenige Jungtiere entwickeln. Die übrigen Eier dienen der Ernährung dieser Jungschnecken. Die Eientwicklung dauert vermutlich zwei Wochen. Die Tiere sind bereits im 1. Jahr geschlechtsreif.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

Gefährdungsursachen sind der Donauausbau (inklusive des Baus von Staustufen), die Einleitung von Abwässern sowie die Nährstoffanreicherung der Donau, die in der Folge zu einer Verschlammung der steinigen Substrate führt. An der Alz konnten in Abhängigkeit von der Nährstoffanreicherung unnatürliche Bestandsschwankungen beobachtet werden.

Mögliche Vermeidungs-, Minimierungs- und CEF-Maßnahmen

Renaturierung begradigter und verbauter Flussabschnitte bzw. Reaktivierung trocken gefallener Auen und Altwässer.

Sonstige Hinweise

Alle Nachweise (gute Fotos genügen!), insbesondere von noch nicht bekannten Fundstellen, sind von Mollusken-Experten zu bestätigen (z. B. Zoologische Staatssammlung München) und die Informationen ans LfU weiterzuleiten.

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