Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpina)

Rote Liste Bayern: Arten der Vorwarnliste
Rote Liste Deutschland:
Erhaltungszustand Kontinental: Unbekannt
Erhaltungszustand Alpin:

Verbreitung und Bestandssituation

Der Nachtkerzenschwärmer hat ein ausgedehntes Verbreitungsgebiet von Nordafrika bis nach Zentralasien. In Europa ist überwiegend der Süden besiedelt. Die Funde in Bayern sind weit gestreut. Die Art scheint von der Klimaerwärmung zu profitieren.

Fundortkarte

Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpina)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

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Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
5627 Bad Neustadt a.d.Saale
5925 Gauaschach
5929 Haßfurt
5938 Marktredwitz
6029 Knetzgau
6040 Neualbenreuth
6132 Buttenheim
6338 Weiden i.d.OPf.
6532 Nürnberg
6740 Neukirchen-Balbini
6934 Beilngries
7037 Kelheim
7045 Frauenau
7243 Plattling
7341 Dingolfing Ost
7429 Dillingen a.d.Donau Ost
7439 Landshut Ost
7447 Obernzell
7532 Aichach
7630 Westheim b.Augsburg
7631 Augsburg
7727 Buch
7743 Marktl
7833 Fürstenfeldbruck
7842 Burghausen
7927 Amendingen
7934 Starnberg Nord
8027 Memmingen
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

Als Lebensraum dient eine ganze Reihe von Offenlandbiotopen, die sich durch feuchtwarmes Mikroklima und Vorkommen der Raupenfutterpflanzen Epilobium hirsutum, E. angustifolium und Oenothera biennis auszeichnen. Dies können z.B. Kiesgruben, Wiesengräben, Bachufer oder auch feuchte Waldränder sein. Die Eiablage erfolgt auf möglichst vollsonnige Raupennahrungspflanzen. Die Flugzeit der Falter reicht von Mai bis Juli.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

  • Habitatverlust durch Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung
  • Sukzession in dynamischen Lebensräumen
  • Verfüllung, Rekultivierung von Abbaustellen

Mögliche Vermeidungs-, Minimierungs- und CEF-Maßnahmen

Die vagabundierende Art ist zeichnet sich durch deutliche Bestandsschwankungen aus. Gezielte Schutzmaßnahmen sollten vor allem in dauerhaft besiedelten Habitaten ansetzen:

  • Zurücksetzen der Sukzession in mehrjährigen Abständen durch Entbuschung, Mahd
  • Erhalt von Abbaustellen als offenlandbestimmten Biotopflächen
  • Förderung von Epilobium-Fluren an Gewässern

Sonstige Hinweise

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