Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur
2018
Annemarie Radkowitsch

Nachsuche von Gewöhnlicher Schmerwurz (Dioscorea communis) im Landkreis Lindau

Unveröffentlichtes Gutachten im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU), 11 S., Augsburg.

Artengruppe:
Gefäßpflanzen
Stichwörter:
Gewöhnliche Schmerwurz, Dioscorea communis, Neophyten, Flußbegradigung, Schmerwurz, Drüsiges Springkraut, Impatiens glandulifera, Japanischer Staudenknöterich, Reynoutria japonica, Kartierung
Landkreis(e):
Lindau (Bodensee)
Auftraggeber:
LfU
Landkreise: Lindau (Bodensee)

Zusammenfassung:

Für die anstehende Aktualisierung der Roten Liste Gefäßpflanzen Bayerns wurden die bekannten Fundstellen der Schmerwurz (Dioscorea communis) bei Lindau überprüft, von der es seit 1998 keine aktuellen Nachweise mehr gibt. An allen drei früheren Fundorten konnte die Art 2017 nicht mehr nachgewiesen werden. Die ehemaligen Fundorte sind stark verändert; im Rickenbachtobel durch massive Besiedlung mit Neophyten, im Zechwald durch starke Beschattung infolge Hochwald-Wirtschaft sowie durch Veränderungen der Gewässerstruktur der Leiblach mit Begradigung und damit verbundener Eintiefung des Flusslaufes und Uferbefestigungen. Die Art muss in Bayern daher vorerst als Verschollen angesehen werden. Für die Erhaltung der Schmerwurz in Bayern werden Wiederansiedlungsmaßnahmen, an geeigneten Stellen, Nieder- und Mittelwaldwirtschaft sowie lokale Bekämpfungsmaßnahmen der beiden invasiven Neophyten Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera) und Japani-scher Staudenknöterich (Reynoutria japonica) vorgeschlagen.
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