Verlegeverfahren

Der Pflug fährt voraus und öffnet den Boden für die Rohleitung und führt diese in den Boden. Vom unmittelbar dahinter fahrenden Fahrzeugteil wird die Rohrleitung abgespult. Bild vergrößern Pflugverlegung einer Rohrleitung

Die Verlegung neuer Trinkwasserleitungen erfolgt entweder herkömmlich in offener Bauweise (Rohrgrabenaushub mittels Bagger bzw. Grabenfräse), oder geschlossener Bauweise. Letztere wird i.d.R. angewandt um Kosten zu sparen, bzw. falls eine Verlegung in offener Bauweise aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist. Unter dem Aspekt die Baukosten zu minimieren untersuchte die Universität der Bundeswehr München im Auftrag des ehemaligen Bayerischen Landesamts für Wasserwirtschaft in einem Forschungsprojekt insbesondere die Verlegeverfahren Einpflügen bzw. Einfräsen. Die wesentlichen Ergebnisse wurden in einer Dokumentation "Kostengünstiger Bau von Trinkwasserleitungen" im Jahr 1999 veröffentlicht.

Folgende Verlegeverfahren für Trinkwasserleitungen werden derzeit hauptsächlich angewandt:

  • Grabenaushub mittels Bagger
  • Fräsverfahren
  • Pflugverfahren (Verlegepflugverfahren und Raketenpflugverfahren)
  • Horizontalspülbohrverfahren
  • Bodenverdrängungsverfahren (Erdrakete)
  • Rohrvortriebsverfahren (Rammverfahren, Pressbohrverfahren, Mikrotunnelbau)