Rohrmaterialien und Armaturen

Während bis in die 70er Jahre in Bayern hauptsächlich Grauguss- und Stahlrohrleitungen verlegt wurden, ist bis zum heutigen Zeitpunkt ein deutlich zunehmender Anteil an Kunststoffrohrleitungen (PVC und PE-HD) erkennbar.

Bild von einem roten Hydranten (Überflurhydrant). Bild vergrößern Überflurhydrant

Im Gussrohrbereich wurden die anfänglich eingesetzten Graugussrohre (GG) durch duktile Gussrohre (GGG) ersetzt. Bei den duktilen Gussrohren ist zu unterscheiden zwischen Duktilgussrohren der 1. Generation (ca. bis 1980), mit wesentlichen Nachteilen einer frühzeitigen Korrosion, und Duktilgussrohren der 2. Generation, die außen und innen mit einem hochwertigen Korrosionsschutz (i.d.R. mit Zink-Überzug mit Bitumen-Deckbeschichtung außen und Zementmörtel-Auskleidung innen) versehen sind.

Im Kunststoffbereich wurden ursprünglich hauptsächlich PVC-Rohre (Polyvinylchlorid) eingesetzt. Seit Anfang der 90er Jahre kommen vermehrt PE-HD-Rohre (Polyethylen) zum Einsatz, vor allem auch durch deren Verwendung bei grabenlosen Rohrleitungsverlegungen.
Im Wesentlichen wurden bzw. werden folgende Rohrmaterialien verlegt:

  • Gussrohre (GG = Grauguss, GGG = duktiles Gusseisen)
  • Kunststoffrohre (PVC, PE 80, PE 100, PE-X, GFK)
  • Stahlrohre
  • Stahlbeton- und Spannbetonrohre
  • Asbestzementrohre (nicht mehr zugelassen seit dem 01.01.1995, siehe auch Merkblatt Nr. 1.8/7 des ehemaligen LfW)

Zur Trennung von Rohrleitungsabschnitten, zur Löschwasserentnahme, zur Be- und Entlüftung und für sonstige Zwecke werden in das Rohrleitungsnetz im Wesentlichen folgende Armaturen in Erdbauweise bzw. innerhalb von Schachtbauwerken eingebaut:

  • Absperrarmaturen (Keilschieber, Absperrklappe, Kugelhahn)
  • Hydranten (Unter- und Überflurhydrant)
  • Be- und Entlüftungsventile
  • Regelarmaturen (Druckminderventile, Ringkolbenventile, Rückflussverhinderer)
  • Entleerung und Spülauslässe
  • Wasserzähler
  • Abgangsarmaturen für Hausanschlüsse (Anbohrschieber, Anbohrschelle)