Trinkwasserspeicherung

Der "typische" Wasserspeicher in der Trinkwasserversorgung besteht aus zwei oder mehr Wasserkammern. Zusammen ergeben die Kammern das notwendige Behältervolumen. Die Aufteilung erfolgt aus Gründen der Versorgungssicherheit, und um die Reinigung des Behälters während des Betriebes zu ermöglichen. Die Steuerung und Kontrolle des Speichers erfolgt durch ein direkt angegliedertes Bedienungshaus.

Zeichnungen von verschiedenen Ausführungsformen mit verscheidenen Grundrissen (rund/eckig) für die Trinkwasserspeicher. Der Speicher besteht immer aus zwei Kammern. Bild vergrößern Behälterformen. Quelle: Locher, Nussbaum Wasserversorgung in der Praxis Hydro-Elektrik GmbH, Verfahrenstechnik

Die Wasserkammern eines Wasserspeichers sollen so geplant und bemessen werden, dass das Trinkwasser nach Möglichkeit eine Verweilzeit im Behälter von etwa einem Tag hat. Bei der Planung eines Speichers sollte bereits eine mögliche Erweiterung des Bauwerkes berücksichtigt werden, um das Speichervolumen bei Bedarf vergrößern zu können.

Im Betrieb soll sich der Wasserspiegel in der Wasserkammer heben und senken, um so die Belüftung der Wasserkammer zu sichern (wie der Kolben in einer Luftpumpe). Gemäß DVGW Merkblatt W300 sollten die Belüftungsöffnungen mit Sieben und Filtern versehen und möglichst seitlich an der Behälterwand - außerhalb des Wasserspiegels - angeordnet werden. So kann sichergestellt werden, dass keine Tiere oder Partikel das Wasser im Speicher verunreinigen.

Für Planung, Betrieb und Instandsetzung von Trinkwasserspeichern sind unter anderem die DVGW-Merkblätter W300 ff W400 T1 sowie die Merkblätter des LfU zu beachten. Die Merkblätter enthalten eine ausführliche Auflistung der relevanten Normen und Regeln.