Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Birkenzeisig (Carduelis flammea)

Rote Liste Bayern:
Rote Liste Deutschland:
Erhaltungszustand Kontinental: In Bezug auf Status Wintervorkommen: günstig, in Bezug auf Status Rastvorkommen: günstig, in Bezug auf Status Brutvorkommen: günstig
Erhaltungszustand Alpin: In Bezug auf Status Wintervorkommen: günstig, in Bezug auf Status Rastvorkommen: günstig, in Bezug auf Status Brutvorkommen: günstig

Verbreitung und Bestandssituation

Das Areal der Art erstreckt sich von den Britischen Inseln und Irland bis Mitteleuropa einschließlich der gesamten Alpen. In Bayern brütet der Alpenbirkenzeisig Carduelis [flammea] cabaret P. L. S. Müller 1776.

Der Birkenzeisig ist in Bayern zerstreut bis regional verbreitet. Das Brutareal hat sich im Vergleich zur Kartierperiode von 1996-99 deutlich verkleinert. Verbreitungsschwerpunkte befinden sich in den Alpen (v. a. Allgäu und Werdenfelser Land) teilweise auch im Alpenvorland (Allgäu, Ammerseegebiet, Chiemgau), sowie in den ost- und nordostbayerischen Mittelgebirgslagen. Weitere Vorkommen sind über Bayern zerstreut, häufig mit enger Bindung an Städte und Flussniederungen.

Auffällig ist eine spärliche Besiedlung von München und Nürnberg im Vergleich zum letzten Kartierzeitraum. Die Arealverluste lassen sich teilweise mit Erfassunglücken erklären (z. B. Ostbayern).

Die aktuelle Bestandsschätzung liegt weit unter jener aus den Jahren 1996-99. Methodisch bedingt, sind Vergleiche der Zahlen beider Zeiträume problematisch. Aufgrund der Abnahme der Rasterfrequenz und der deutlichen Arealverluste ist in Bayern eine Bestandsabnahme anzunehmen.

Brutbestand BY: 1100-1900 Brutpaare.

Fundortkarte

Birkenzeisig (Carduelis flammea)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Fundorte als Tabelle anzeigen

Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
5526 Bischofsheim a.d.Rhön
5527 Mellrichstadt
5627 Bad Neustadt a.d.Saale
5628 Bad Königshofen i.Grabfeld
5631 Meeder
5635 Nordhalben
5726 Bad Kissingen Nord
5728 Oberlauringen
5732 Sonnefeld
5736 Helmbrechts
5737 Schwarzenbach a.d.Saale
5826 Bad Kissingen Süd
5836 Münchberg
5927 Schweinfurt
5931 Ebensfeld
5933 Weismain
5934 Thurnau
5937 Fichtelberg
5938 Marktredwitz
5939 Waldsassen
5940 Hatzenreuth
6028 Gerolzhofen
6031 Bamberg Nord
6033 Hollfeld
6035 Bayreuth
6037 Ebnath
6038 Waldershof
6039 Mitterteich
6040 Neualbenreuth
6124 Remlingen
6131 Bamberg Süd
6135 Creußen
6137 Kemnath
6138 Erbendorf
6139 Falkenberg
6140 Tirschenreuth
6225 Würzburg Süd
6232 Forchheim
6237 Grafenwöhr
6238 Parkstein
6331 Röttenbach
6333 Gräfenberg
6338 Weiden i.d.OPf.
6339 Waldthurn
6340 Vohenstrauß
6341 Frankenreuth
6428 Bad Windsheim
6429 Neustadt a.d.Aisch
6432 Erlangen Süd
6433 Lauf a.d.Pegnitz
6436 Sulzbach-Rosenberg Nord
6437 Hirschau
6438 Schnaittenbach
6441 Eslarn
6527 Burgbernheim
6528 Marktbergel
6532 Nürnberg
6533 Röthenbach a.d.Pegnitz
6535 Alfeld
6537 Amberg
6539 Nabburg
6631 Roßtal
6632 Schwabach
6633 Feucht
6639 Wackersdorf
6640 Neunburg vorm Wald
6641 Rötz
6730 Windsbach
6732 Roth
6733 Allersberg
6734 Neumarkt i.d.OPf.
6738 Burglengenfeld
6741 Cham West
6742 Cham Ost
6830 Gunzenhausen
6831 Spalt
6832 Heideck
6833 Hilpoltstein
6841 Roding
6844 Lam
6931 Weißenburg i.Bay.
6938 Regensburg
6939 Donaustauf
6941 Stallwang
6942 Sankt Englmar
6945 Zwiesel
7038 Bad Abbach
7041 Münster
7043 Ruhmannsfelden
7046 Spiegelau
7047 Finsterau
7136 Neustadt a.d.Donau
7141 Straubing
7142 Straßkirchen
7146 Grafenau
7148 Bischofsreut
7233 Neuburg a.d.Donau
7234 Ingolstadt
7242 Wallersdorf
7248 Jandelsbrunn
7331 Rain
7348 Wegscheid
7428 Dillingen a.d.Donau West
7430 Wertingen
7431 Thierhaupten
7438 Landshut West
7441 Frontenhausen
7526 Ulm Nordost
7529 Zusmarshausen
7536 Freising Nord
7626 Ulm-Südost (Neu-Ulm)
7630 Westheim b.Augsburg
7631 Augsburg
7638 Taufkirchen (Vils)
7728 Krumbach (Schwaben)
7735 Oberschleißheim
7736 Ismaning
7831 Egling a.d.Paar
7833 Fürstenfeldbruck
7834 München-Pasing
7835 München
7932 Utting am Ammersee
7933 Weßling
7934 Starnberg Nord
7935 München-Solln
7936 Zorneding
8026 Aitrach
8027 Memmingen
8032 Dießen a.Ammersee
8033 Tutzing
8034 Starnberg Süd
8040 Eggstätt
8129 Kaufbeuren
8137 Bruckmühl
8139 Stephanskirchen
8140 Prien a.Chiemsee
8141 Traunstein
8227 Kempten (Allgäu)
8228 Wildpoldsried
8233 Iffeldorf
8234 Penzberg
8236 Tegernsee
8237 Miesbach
8238 Neubeuern
8239 Aschau i.Chiemgau
8240 Marquartstein
8241 Ruhpolding
8242 Inzell
8325 Wangen im Allgäu Ost
8327 Buchenberg
8332 Unterammergau
8333 Murnau a.Staffelsee
8334 Kochel a.See
8335 Lenggries
8338 Bayrischzell
8339 Oberaudorf
8340 Reit im Winkl
8341 Seegatterl
8342 Schneizlreuth
8343 Berchtesgaden West
8344 Berchtesgaden Ost
8423 Kressbronn am Bodensee
8424 Lindau (Bodensee)
8427 Immenstadt i.Allgäu
8428 Hindelang
8429 Pfronten
8430 Füssen
8432 Oberammergau
8433 Eschenlohe
8434 Vorderriß
8435 Fall
8443 Königssee
8527 Oberstdorf
8528 Hinterstein
8531 Zugspitze
8532 Garmisch-Partenkirchen
8533 Mittenwald
8534 Östl. Karwendelspitze
8626 Hoher Ifen
8627 Einödsbach
8628 Hochvogel
8727 Biberkopf
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

In den Alpen ist er Brutvogel an der Baumgrenze und in der Krummholzzone, im aufgelockerten subalpinen Nadelwald und an Waldrändern um höher gelegene Almen. In Hoch- und Übergangsmooren am Alpenrand und im Ostbayerischen Grundgebirge vorzugsweise an Koniferen, zunehmend auch in Birkenbeständen. Nach der Einwanderung in Tal- und Siedlungsgebiete ist der Birkenzeisig Brutvogel in Hausgärten, Friedhöfen und Parks mit locker oder einzeln stehenden Koniferen oder Birkengruppen, aber auch in anderen Laubbäumen und Gartensträuchern verschiedener Art; bevorzugt werden offenbar mehr oder minder isolierte oder stark aufgelockerte Baum- und Gebüschgruppen mit Grünlandflächen.

Phänologie

Seltener Brutvogel.

Die Arealerweiterung der Alpenpopulation ins Vorland seit etwa 1970 scheint zu einem (vorläufigen) Ende gekommen zu sein.

Wanderungen: Teilzieher und Standvogel mit Dismigrationen und im Gebirge Altitudinalwanderungen. Die Vögel der Alpenpopulation überwintern in den Tälern und im Vorland. Im Winter wird gelegentlich auch der Taigabirkenzeisig Carduelis [flammea] flammea nachgewiesen

Brut: Freibrüter; Nest bevorzugt in Nadelbäumen, meist in 3-5 m Höhe. -- Brutzeit: MAI bis Anfang AUG.

Tagesperiodik: Tagaktiv.


Brutzeit-Diagramm
Dunkle Sektorenfarbe weist auf die Hauptbrutzeit der Art in Bayern hin.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

Der Birkenzeisig ist in Bayern nicht gefährdet.

Themen

Service

Wir

Presse