Überschwemmungsgefährdete Gebiete

Überschwemmungen gibt es von Natur aus. Wenn bei starken Niederschlägen oder Schneeschmelzen die Bäche und Flüsse über die Ufer treten, werden die tiefliegenden Bereiche in Gewässernähe überflutet. Natürliche Überschwemmungsgebiete, die Auen, können Hochwasser aufnehmen und flussabwärts den Anstieg des Wasserspiegels abmildern.

Luftbildaufnahme von einem überschwemmten Auewald Naturnahe Aue bei Hochwasser, Foto: www.agroluftbild.de

Schäden entstehen erst dann, wenn durch eine unangepasste Nutzung der Überschwemmungsgebiete Siedlungen, Straßen oder Kulturgüter der Hochwassergefahr ausgesetzt sind. Erst dann spricht man von einem Hochwasserrisiko.

Überschwemmungen durch Hochwasser sind für die Hälfte der Personen- und Sachschäden verantwortlich, die auf Naturereignisse zurückgehen. Dies jedoch nicht alleine deshalb, weil die Zahl der Hochwasserereignisse so stark angestiegen ist, sondern vor allem auch, weil in den ehemals natürlichen Überschwemmungsgebieten immer mehr Menschen leben und Sachwerte schaffen. Allein die Überschwemmungen im August 2002 verursachten so deutschlandweit Schäden in Höhe von 9,2 Milliarden Euro.

Die Gewässerabschnitte mit bedeutender Überschwemmungsgefahr und einem besonders signifikanten Hochwasserrisiko werden ermittelt und für diese Abschnitte werden Hochwassergefahren- und -risikokarten erarbeitet. Sie bilden die räumliche Grundlage für ein umfassendes Hochwasserrisikomanagement.

Im Rahmen der Hochwasservorsorge werden die überschwemmungsgefährdeten Bereiche auch amtlich festgesetzt. Damit wird die Hochwassergefahr öffentlich gemacht und in bislang noch unbebauten Gebieten kann die Nutzung so beschränkt werden, dass sich zukünftig die hochwasserbedingten Schäden verringern.