Abflusskonzentration - Wenn sich das Wasser in Bewegung setzt

Innerhalb weniger Stunden kann ein ruhig plätschernder Bach seine Wasserführung auf das 10 bis 100fache steigern. Heftige Gewitter können in kleinen Einzugsgebieten zu großen Schäden in der direkten Umgebung führen. Große Flüsse bewältigen solche lokalen Gewitterregen dagegen leicht. Wegen der längeren Fließwege steigen sie erst bei großflächigen Dauerregen an. Ihre großen Einzugsgebiete setzen sich aus den Einzugsgebieten aller Nebenflüsse zusammen. Zum Donau-Einzugsgebiet in Regensburg gehören z.B. die Einzugsgebiete von Iller, Lech, Naab und Regen.

Das Bild dient der Verdeutlichung dieses Sachverhalts. Es zeigt ein Tal im Gebirge, in das von den umliegenden Bergen her, Wasser zufließen kann. Auf das Bild ist der Verlauf des Fließgewässers mit blauer Farbe nachgezeichnet. Blaue Pfeile von den Flanken der Berge deuten das zufließende Wasser (die Abflusskonzentration)an Bild vergrößern Abflusskonzentration im Gebirge

In kleinen Einzugsgebieten erreicht das Wasser in kürzester Zeit Bach oder Fluss. Bis aber das Wasser vom Rand des Donau-Einzugsgebietes den großen Fluss erreicht hat, muss es einen langen Weg zurücklegen. Größe, Gefälle und Form des Einzugsgebietes bestimmen also die Zeit, in der sich das Wasser in einem Bach oder Fluss sammelt.