Kooperationsprojekt mit dem Israelischen Umweltministerium

Hintergrund und Projektziele

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) hat zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) und dem israelischen Ministerium für Umweltschutz (MoEP) eine Kooperationsvereinbarung zur Reduktion klimaschädlicher F-Gase beschlossen. Die dreijährige Kooperation beginnend im Jahr 2014 befasst sich mit der Reduktion klimaschädlicher F-Gase in der Kälte- und Klimatechnik. Ein Hauptziel der Kooperation ist es, die Einführung alternativer Kältemittel wie Ammoniak, Propan oder CO2, insbesondere in Supermärkten und Hotels, zu unterstützen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ Proklima) ist ein Partner in dem Projekt.

Alternative Kältemittel haben eine wesentlich geringere Auswirkung auf den Klimawandel, als die teil- (HFKW) und perfluorierten Kohlenwasserstoffe (FKW), die nach dem FCKW-Ausstieg derzeit in Europa noch vielfach in der Kühlindustrie verwendet werden. Israel hat das Montrealer Protokoll, was den Ausstieg aus der Verwendung von ozonschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) bedeutet, bereits unterzeichnet. Nach dem FCKW-Ausstieg könnte jedoch auch hier der Einstieg in klimaschädliche FKW folgen. Eine bessere Alternative für Israel wäre, FCKW mit klimaneutralen Substanzen wie Ammoniak oder CO2 zu ersetzen. Der Umstieg auf alternative Kühlmittel ist jedoch mit zusätzlichen Investitionen verbunden. Techniker und Handwerker müssen für den richtigen Umgang mit solchen Mitteln geschult werden.

Klimaanlage und Sonne Bild vergrössern Die Nachfrage nach Klimaanlagen steigt stetig, besonders in Ländern (wie z.B. Israel) mit hohen Umgebungstemperaturen. Foto: Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Ein wesentliches Ziel des Projekts ist, die Umstellung auf alternative klimaneutrale Kühlmittel in Israel durch Praxisbeispiele aus Bayern und den Austausch von Erfahrungen zu fördern. Eine Umstellung auf alternative Kühltechnologien in bayerischen Betrieben ist im Interesse der bayerischen Klimaschutzpolitik. Bayerische Unternehmen, die alternative Kühltechnologien entwickeln und erfolgreich einsetzen, stärken die internationale Technologieführerschaft Bayerns in diesem Sektor. In Israel ist klimatisch bedingt eine stärkere Nutzung von Klima- und Kühlanlagen zu verzeichnen. Israel hat daher großes Interesse an einem Wechsel von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) zu alternativen Kühlmitteln, die die Ozonschicht nicht schädigen und einen niedrigeren Beitrag zum Treibhauseffekt haben.

Im Rahmen des Kooperationsprojekts werden Experten aus Israel Deutschland besuchen. In einem zweiwöchigen Trainingsprogramm zeigen namhafte Experten auf, wie eine Umstellung auf klimafreundliche Alternativen sowohl technisch als auch wirtschaftlich gelingen kann. Auf einer Exkursion durch Bayern werden Betriebe besichtigt, die bereits erfolgreich auf klimaneutrale Alternativen umgestiegen sind. Darüber hinaus sind Workshops in Zusammenarbeit mit dem MoEP für Experten im Kälte- und Klimatechniksektor in Israel geplant. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie auf Anfrage beim Landesamt für Umwelt.

E-Mail-Kontakt: Nivedita Mahida

Hinweis zu E-Mail-Adressen:
Aufgrund der vorherrschenden SPAM-Aktivitäten werden E-Mail-Adressen nicht mehr direkt genannt. Diese setzen sich aus "vorname.name@lfu.bayern.de" zusammen.
Bei nicht personenbezogenen Adressen wird der Bestandteil vor dem "@" explizit angegeben (z.B. poststelle@...). Umlaute sind zu umschreiben (z.B. "ue" anstelle "ü", "ss" anstelle "ß"). Titel (z.B. Dr.) werden in unseren E-Mail-Adressen nicht verwendet.

Das Projekt wird in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ Proklima) ausgeführt. Nach einer unabhängigen Studie der GIZ Proklima über die Einbeziehung der deutschen Wirtschaft in bilaterale Projekte unter dem Montrealer Protokoll, lässt sich die klimaschädigende Wirkung von ozonzerstörenden Substanzen kosteneffizient vermeiden.