Energieverbrauch

Der Primärenergieverbrauch in Bayern sowie der Endenergieverbrauch der privaten Haushalte im Zehn-Jahres-Trend sind stagnierend. Diese Verbräuche pro Einwohner nehmen nicht weiter ab.

Entwicklung des einwohnerbezogenen Primärenergieverbrauchs und des Endenergieverbrauchs privater Haushalte seit 1995 Bild vergrössern Entwicklung des einwohnerbezogenen Primärenergieverbrauchs und des Endenergieverbrauchs privater Haushalte seit 1995

Ziel

Bayerisches Energieprogramm: Verringerung des Primärenergieverbrauchs bis 2025 gegenüber 2010 um 10 Prozent, insbesondere durch Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz.

Verkehr, Industrie und Haushalte – Energieverbrauch nimmt noch nicht ab

Energie ist eine der wichtigsten Grundlagen für einen hohen Lebensstandard, alle wirtschaftlichen Aktivitäten und die Mobilität. Nutzbare Energieformen wie Strom, Wärme und Licht werden erst durch Umwandlungsprozesse aus primären Energieträgern gewonnen. Jede Form des Energieverbrauchs ist mit Belastungen der Umwelt bei Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der Energie verbunden.

Der Primärenergieverbrauch pro Kopf hat in Bayern seit den 1970er-Jahren deutlich zugenommen. Der Zehn-Jahres-Trend konnte 2003 gestoppt werden und war in den Folgejahren bis 2009 rückläufig. Seither stagniert er. Laut Prognose für 2014 stammen noch immer rund 36 Prozent der Primärenergie aus Mineralölen, etwa 23 Prozent aus Kernenergie, fast 19 Prozent aus Gasen und noch rund 4 Prozent aus Kohle. Der Anteil der erneuerbaren Energien steigt und liegt bei rund 16 Prozent.

Am Endenergieverbrauch haben Haushalte und übrige Verbraucher (darunter Gewerbe, Handel und Dienstleistungen) laut Prognose 2014 einen Anteil von rund 44 Prozent, der Verkehrssektor 33 Prozent und das verarbeitende Gewerbe (einschließlich Gewinnung von Steinen und Erden, sonstiger Bergbau) 24 Prozent.

Insgesamt ist eine weitgehende Entkopplung des Energieverbrauchs von den Emissionen Kohlendioxids und anderer luftverunreinigender Stoffe gelungen. Diese sind deutlich weniger gestiegen als der Energieverbrauch oder sind – je nach Schadstoff – sogar zurückgegangen.

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