Ressourcenproduktivität

Die Produktivität von Rohstoffen und Energie nimmt im Bewertungszeitraum stetig zu. Wir nutzen unsere Ressourcen immer besser: Pro Ressourceneinheit erzielen wir mehr Wirtschaftsleistung. Wachstum und Ressourcenverbrauch sind also entkoppelt.

Grafik zur Zunahme der Ressorceneffizienz der Komponenten 'Rohstoffe', 'Fläche', 'Energie' und 'Wasser' Bild vergrössern Grafik zur Entwicklung der Ressourcenproduktivität in Bayern seit 1995

Ziel

  • Klimaschutz Bayern 2020: „Steigerung der Energieproduktivität um 30 Prozent bis 2020.“
  • Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie (2013): Verdoppelung der Rohstoffproduktivität bis 2020 (gegenüber 1994).

Begrenzte Vorräte und eingeschränkte Regenerationsfähigkeit

Die Wirtschaft hat einen hohen und weiter steigenden Verbrauch an Rohstoffen, Böden bzw. Flächen und, Energie. Diese Ressourcen sind endlich oder nur eingeschränkt regenerierbar. Obwohl sie noch nicht erschöpft sind, werden bei einigen Ressourcen Zugang und Aufbereitung schwieriger, kostenintensiver und können die Umwelt belasten. Um die Lebensgrundlagen zu erhalten, müssen wir effizienter wirtschaften und Wachstum vom Ressourceneinsatz unabhängiger machen.

Die Ressourcenproduktivität setzt die Wirtschaftsleistung zum Ressourcenverbrauch ins Verhältnis. Im Vergleich zu 1995 brauchen wir heute weniger Ressourcen, um eine Einheit Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu erwirtschaften. Eine effizientere Nutzung ist zwar gut, für eine Gesamtbewertung müssen jedoch stets auch die absoluten Verbrauchswerte für Flächen, Energie und Rohstoffe betrachtet werden. Und diese gehen noch immer nicht zurück.

Steigende Preise sind Anreize für Einsparungen und die effizientere Nutzung von Ressourcen. Beispielsweise liegen die Kosten für Rohstoffe heute im verarbeitenden Gewerbe bei durchschnittlich etwa 46 Prozent der Gesamtkosten. Der Lohnkostenanteil beträgt etwa 25 Prozent. Es gilt, Rohstoffe zukünftig mindestens so effizient einzusetzen wie Arbeitskraft. Die Arbeitsproduktivität hat sich seit 1960 um den Faktor 4 erhöht.

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