Mobile Messeinrichtungen

In den beiden Strahlenmessfahrzeugen des LfU werden tragbare Geräte zur Messung der Dosisleistung und von Kontaminationen mitgeführt. Mit Teleskopsonden kann die Dosisleistung auch an ansonsten unzugänglichen Stellen gemessen werden.
Weiterhin steht jeweils eine Sonde zur Verfügung, die bereits während der Fahrt kontinuierlich die Gamma-Dosisleistung aufzeichnet und in einer Datenbank speichert. Diese Messdaten können mit GPS-Unterstützung auf einer im Programm hinterlegten Karte graphisch angezeigt werden. Damit ist es möglich, schnell und zuverlässig großräumige Kontaminationen einzugrenzen.

Kartenausschnitt mit unterschiedlich gefärbten Punkten entlang einer Straße, den aufgezeichneten Dosisleistungen Bild vergrössern Aufgezeichnete Dosisleistung während einer Messfahrt

Im Fahrzeug sind auch Gerätschaften für die Probenahme von Aerosolen, gasförmigem Jod, Boden, Pflanzen, Wasser und sonstigen Materialien vorhanden. Messungen an diesen Proben können bereits zeitnah vor Ort vorgenommen und die Ergebnisse nach Augsburg übermittelt werden.
Da viele Radionuklide Gammastrahlung aussenden, ist die Gammaspektrometrie ein bevorzugtes Messverfahren im Strahlenschutz. Um auch vor Ort (z.B. In-Situ-Messungen) schnell und zuverlässig Aussagen über Art und Aktivität eines Strahlers treffen zu können, verfügt das LfU über mehrere tragbare Gammaspektrometer mit hochauflösenden Reinstgermaniumdetektoren. Zusätzlich zu Vor-Ort-Messungen in Gebäuden und im Gelände können diese Gammaspektrometer auch in eine Bleiabschirmung eingebracht werden, die fest in den Strahlenmessfahrzeugen eingebaut ist. Damit ist eine gammaspektrometrische Messung der Proben, ähnlich den Messungen im Labor, sofort nach den Probenahmen möglich.

Abschirmung im Fahrzeug Bild vergrössern Abschirmung im Fahrzeug

Die elektrische Versorgung der Messgeräte erfolgt mittels Batterien oder durch Anschluss an die 12 V Spannungsversorgung des jeweiligen Fahrzeugs.