Massenbewegungen

Geologische Gefahren in Form von Massenbewegungen wie Steinschlag, Felsstürze, Rutschungen und Erdfälle sind die natürliche Folge von Verwitterungsvorgängen von Gesteinen. Sie gehören zu den normalen Abtragsprozessen der Erde. Besonders in
Hoch- und Mittelgebirgen prägen diese Vorgänge die Landschaft, da bedingt durch den geologischen Bau und die Steilheit von natürlichen Hängen, diese keine große Stabilität besitzen. Auslöser für Massen- bzw. Hangbewegungen sind häufig starke Niederschläge, Frost und Verwitterung, aber gelegentlich auch der Mensch. Nicht nur rasch ablaufende Ereignisse wie z.B. Steinschlag bergen Risiken, auch langsame Bewegungen des Untergrundes sind häufig Ursache von Schäden an Gebäuden, Straßen und Versorgungsleitungen.

Rutschung am Immenstädter Horn Bild vergrössern Rutschung am Immenstädter Horn

Um bestehende Geogefahren zu verringern beraten wir auf Anfrage Behörden des Freistaats sowie Kommunen bei allen ingenieurgeologischen Problemen, insbesondere in Zusammenhang mit Hangbewegungen. Idealerweise entsteht eine Dreieckskonstellation zwischen öffentlichem Auftraggeber, Fachbehörde und privatem Berater.
Wir führen in Einzelfällen selbst Geländeuntersuchungen vor Ort durch. Üblicherweise wird aufgrund der Einschätzung der Situation eine Sicherung empfohlen. Die Ergebnisse werden in Form von Stellungnahmen und Gutachten für den Auftraggeber zusammengefasst.
An derzeit ca. 25 Hangbewegungen wird eine dauerhafte Überwachung durchgeführt. In vielen weiteren Fällen unterstützen wir Dritte bei der Einrichtung eigener Überwachungssysteme sowie bei der Interpretation der Messergebnisse.
Das Landesamt für Umwelt wird als Träger öffentlicher Belange bezüglich geologischer Risiken in Genehmigungsverfahren einbezogen. Die gute Ortskenntnis und die umfassende Datenlage erleichtern die Einschätzungen.