Organisation

Zentrale im Landesamt für Umwelt

Die Leitung des Hochwassernachrichtendienstes liegt beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg. Die Hochwassernachrichtenzentrale im LfU bildet eine zentrale Informationsdrehscheibe. Dort werden eingehende Informationen und Daten der Wasserwirtschaftsämter, des Deutschen Wetterdienstes, der benachbarten Länder und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gesammelt, ausgewertet und an die zuständigen Stellen verteilt. Ein detaillierter Hochwasserlagebericht wird über die Medien sowie über Internet und Telefonansage bereitgestellt.

Information der Bürgerinnen und Bürger

Eine Schematische Darstellung der Informations-Abläufe. Hochwassernachrichtenzentrale informiert über Internet, Telefon Presse Radio die Bürger/-innen. Zudem die Wasserwirtschaftsämter. Diese wiederum informieren die Landkreise und kreisfreien Städte. Diese die Städte und Gemeinden, die wiederum ebenfalls die Bürger/-innen informieren. Bild vergrößern Meldeschema

Durch Auswerten von Wettervorhersagen lassen sich Hochwassergefahren in der Regel frühzeitig erkennen. Bei Überschreiten vorgegebener Wasserstände intensiviert der HND die Überwachung an den Pegeln und benachrichtigt die zuständigen Stellen. Die Hauptmeldestellen (i.d.R. Wasserwirtschaftsämter) geben über die Meldestellen (Landratsämter) die Hochwassermeldungen an die Städte und Gemeinden weiter. Diese warnen die betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Das Ausmaß von Überschwemmungen wird dabei durch die Meldestufe angegeben.

Meldestufen

Schemazeichnung wann welche Stufe erreicht ist (Erläuterung nach dem Bild). Bild vergrößern Meldestufen

Das jeweilige Ausmaß der Überflutung wird durch vier Meldestufen beschrieben:
Meldestufe 1: Stellenweise kleinere Ausuferungen

Meldestufe 2: Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen.

Meldestufe 3: Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich.

Meldestufe 4: Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich.

Meldepläne der Städte und Gemeinden

Den Städten und Gemeinden kommt als letztem Glied in der Meldekette eine besondere Bedeutung zu. Sie legen in ihren Meldeplänen fest, wer wann und wie zu warnen ist und welche Maßnahmen bei welchen Pegelständen zu veranlassen sind. Hierzu führen die Gemeinden Lagepläne gefährdeter Bereiche oder Objekte, Organisationspläne für die Hochwasserabwehr sowie Verzeichnisse weiterer zuständiger Behörden.