Abfallaufkommen

Das Abfallaufkommen aus Haushalten hat sich seit 1990 nur geringfügig geändert. 1993 erreichte es mit 480 kg pro Einwohner und Jahr den niedrigsten Stand. Das Abfallaufkommen zeigt im zehnjährigen Bewertungszeitraum einen steigenden Trend.

Grafik zum Abfallaufkommen in kg pro Einwohner und Jahr Bild vergrössern Grafik zur Entwicklung des Abfallaufkommens in Bayern seit 1990

Ziel

Bayerisches Abfallgesetz: Oberster Grundsatz ist es, "... den Anfall von Abfällen so gering wie möglich zu halten".

Unser täglicher Abfall wird noch nicht weniger

Ob im Haushalt, Garten, bei der Grünflächenpflege, im Betrieb, Büro oder auf dem Bau: Täglich erzeugen wir Abfälle, die entsorgt werden müssen. Weil der Abfall neben dem Restabfall auch Wertstoffe, wie Altpapier und Altglas, aber auch Grüngut und Bioabfälle enthält, ist eine weitgehende Verwertung das Ziel.

Gewinnung und Transport von Rohstoffen, Produktionsprozesse und auch die Abfallentsorgung beanspruchen Ressourcen. Bei der Abfallentsorgung sind der Verbrauch von Energie, die Inanspruchnahme von Deponieraum und Umweltbelastungen wie Luftschadstoffe, Lärm und Klimagase zu nennen. Durch eine möglichst weitgehende Verwertung können diese negativen Effekte reduziert werden. Manche Abfälle sind allerdings so mit Schadstoffen belastet, dass sie Risiken für Ökosysteme und die menschliche Gesundheit darstellen können. Sie müssen daher aus dem Wirtschaftskreislauf herausgenommen und dauerhaft umweltverträglich beseitigt werden.

Bis 1990 ist das Abfallaufkommen ständig gestiegen. Lange Zeit ist es trotz Wirtschaftswachstum auf gleichem Niveau geblieben. Ab dem Jahr 2003 nimmt es jedoch wieder kontinuierlich zu. 2014 fielen im Durchschnitt in Bayern pro Einwohner rund 530 Kilogramm an. Das Abfallaufkommen ist in städtischen Gebieten höher als in ländlichen Gebieten. Die Haushaltsgröße und das persönliche Konsumverhalten der Menschen spielen dabei eine große Rolle.

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