Flächenmanagement

Der Flächenverbrauch ist eines der bedeutendsten Umweltprobleme in Bayern. Der Boden mit seinen wichtigen Funktionen für den Naturhaushalt wird zum Nutzungsgut des Menschen und ist damit vielfältigen Beeinträchtigungen ausgesetzt. Die Umwandlung von Freiflächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen ist nur schwer umkehrbar, wertvolle Bodenfunktionen werden beeinträchtigt oder zerstört. Der Flächenverbrauch steht in Konkurrenz zur Erholungsnutzung, dem Landschafts- und Artenschutzschutz sowie dem Klima-, Grundwasser- und Hochwasserschutz. Doch auch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Flächenverbrauchs können erheblich sein.

Schild Gewerbegrundstücke auf einer Wiese Bild vergrössern Konkurrenz zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Gewerbegebiet

Die Ursachen des Flächenverbrauchs sind komplex und in vielfältiger Weise mit unserem täglichen Leben verbunden - tragen doch zunehmende Wohnraumgrößen und kleiner werdende Haushalte erheblich zum Flächenverbrauch bei. Doch auch der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und die Ansiedlung von Handel und Gewerbe am Ortsrand haben erheblichen Einfluss.

Das Flächenmanagement verfolgt einen sparsamen und schonenden Umgang mit den Ressourcen Freifläche und Boden und ist ein Gebot einer nachhaltigen Entwicklung. Integrierte Ansätze für eine flächensparende Entwicklung in den Kommunen, Landkreisen und Regionen Bayerns müssen verstärkt entwickelt und in der Praxis umgesetzt werden. Hierzu ist auch eine breite Bewusstseinsbildung für das Flächensparen notwendig.