Bayerisches Landesamt für
Umwelt

PRESSEMITTEILUNG

Nr. 31 / Freitag, 06. Juli 2012

Flächenverbrauch
Folgekosten abschätzen – Flächen sparen

Landesamt für Umwelt und Oberste Baubehörde unterstützen Kommunen beim Flächensparen

+++ Neubauten auf der grünen Wiese versiegeln nicht nur wertvolle Flächen – oft sind sie auch noch teuerer als gedacht, betonte Claus Kumutat, Präsident des Landesamtes für Umwelt (LfU) anlässlich des Abschlussworkshops eines bayernweit einmaligen Modellprojekts zur Abschätzung der Infrastrukturfolgekosten von neuen Wohngebieten. Kumutat: „Folgekosten für den Unterhalt und die Erneuerung von Straßen, Kanälen und Grünflächen werden in der Planung oft vergessen.“ Das Projekt unterstützt die Kommunen, damit die diese Kostenpunkte frühzeitig abschätzen können. Das LfU führt das Projekt in Kooperation mit der Obersten Baubehörde (OBB) im Bayerischen Staatsministerium des Inneren in acht bayerischen Modellkommunen durch. Kumutat rät allen Kommunen zuerst innerorts nachzuverdichten: „Vorhandene Baulücken im Ortskern zu nutzen oder alte Industrieflächen erneut zu bebauen, ist oft kostengünstiger und schont die Umwelt.“ +++

Am Modellprojekt nehmen die Kommunen Bischofsheim a.d. Rhön, Deggendorf, Fürstenfeldbruck, Neu-Ulm, Nördlingen, Peiting, Penzberg und Treuchtlingen teil. Von den Modellkommunen wurde im Modellprojekt die kostenlose Software (www.was-kostet-mein-baugebiet.de) zur Abschätzung der Folgekosten von neuen Wohngebieten eingesetzt und erfolgreich auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.

Dieser Folgekostenschätzer ist ein weiteres Instrument zur Sensibilisierung und Unterstützung der kommunalen Entscheidungsträger im Zusammenhang mit dem Thema Flächensparen. Bereits seit 2010 können Bayerns Kommunen auf eine kostenlose Flächenmanagement-Datenbank zurückgreifen. Mit ihr lässt sich selbst in kleinen Gemeinden einfach ein Baulücken- und Brachflächenkataster anlegen und so das innerörtliche Flächenpotenzial ermitteln.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.lfu.bayern.de

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