Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

"Ökologische Verzinsung" des Ökokontos

Was bedeutet "Ökologische Verzinsung"?

Durch vorgezogen durchgeführte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kann sich eine Ökokontofläche bereits ab dem Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung bzw. des Pflegebeginns zu einer ökologisch hochwertigeren Fläche entwickeln. Wenn diese vorgezogenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen verbindlich für einen Eingriff verwendet werden, erfolgt die "Abbuchung" aus dem Ökokonto. Da bereits vor dem Eingriff in Natur und Landschaft ein ökologischer Wertzuwachs erfolgt ist, wird für jedes Kalenderjahr (max. für 10 Jahre) der vorgezogenen zeitlichen Realisierung der Maßnahmen ein Zuschlag an Wertpunkten in Höhe von 3% gewährt (§ 16 Abs. 3 BayKompV).

Bei baurechtlichen Ökokonten gemäß § 135a BauGB wird die ökologische Verzinsung von der unteren Naturschutzbehörde festgelegt. Sie kann bis zu 3% pro Jahr und maximal 30% betragen.

Anders als bei einem Sparkonto kommt die ökologische Verzinsung immer nur dann zum Tragen, wenn nach einem Eingriff eine Umbuchung der aufgewerteten Ökokontofläche zu einer Kompensationsfläche erfolgt. Die Verzinsung wird dann stets als Abschlag auf die zu erbringende Kompensation wirksam. Die vorgezogene Umsetzung von Ökokontomaßnahmen vermindert daher im Ergebnis den Flächenbedarf für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

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