PRESSEMITTEILUNG

Nr. 18 / Donnerstag, 20. Oktober 2005

Internationale Zusammenarbeit
Erfolgreiche Know-how-Brücke zwischen Bayern und Japan

LfU-Präsident Göttle: Umwelttechnologie wichtiger Motor der Zusammenarbeit / Bayerische Wasserexperten bei japanischer Umwelttechnologiemesse

Bayerische Umwelttechnologiefirma besiegelt wirtschaftliche Kooperation bei Umweltmesse in Japan. 

Augsburgs OB Dr. Paul Wengert (1.v.l.), KUMAS-Geschäftsführer Egon Beckord (4.v.l) und LfU-Präsident Professor Albert Göttle (6.v.l). mit dem Gouverneur der japanischen Präfektur Shiga, Yoshitsugu Kunimatsu (3. v.l) bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags der Firma Grünbeck Wasseraufbereitung aus Höchstädt an der Donau.
Bayerische Umwelttechnologiefirma besiegelt wirtschaftliche Kooperation bei Umweltmesse in Japan. Augsburgs OB Dr. Paul Wengert (1.v.l.), KUMAS-Geschäftsführer Egon Beckord (4.v.l) und LfU-Präsident Professor Albert Göttle (6.v.l). mit dem Gouverneur der japanischen Präfektur Shiga, Yoshitsugu Kunimatsu (3. v.l) bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags der Firma Grünbeck Wasseraufbereitung aus Höchstädt an der Donau. (Quelle: LfU)
(Augsburg/München) +++ Der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Albert Göttle, bezeichnete heute auf der internationalen Messe in der japanischen Stadt Nagahama die Umwelttechnologie als wichtigen Motor der Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat und Japan. Bei der Messe wurden zukunftsweisende Vertragsabschlüsse zwischen bayerischen Umwelttechnologiefirmen und der japanischen Präfektur Shiga besiegelt. Göttle: "Wir bauen die Know-how-Brücke im Umweltbereich weiter aus". Seitdem vor fast 50 Jahren die Stadt Augsburg mit Nagahama eine Städtepartnerschaft einging, bestehen enge Kontakte zwischen dem Freistaat und Shiga. Vor zwei Jahren hat Umweltminister Werner Schnappauf mit einer bilateralen Umweltvereinbarung die Kontakte weiter ausgebaut. Dazu gehört auch die Teilnahme Bayerns mit einem Gemeinschaftsstand an einer der bedeutendsten japanischen Umwelttechnologiemessen. Japan ist einer der zehn weltweit wichtigsten Handelspartner Bayerns, bereits 200 japanische Firmen haben sich im Freistaat angesiedelt. +++

Bei der Messe trifft sich eine Expertendelegation des LfU und weiteren Fachleuten der Wasserwirtschaftsämter Kempten und München mit ihren japanischen Fachkollegen zum Expertenaustausch. Auf dem Programm steht die Verbesserung der Wasserqualität von Japans größtem Binnensee, dem Biwa See. Bayerns Fachleute haben ihre Erfahrungen mit der Seenreinhaltung im Gepäck: 1963 ging im Freistaat die weltweit erste Ringkanalisation in Betrieb, mit der das Abwasser vom Tegernsee ferngehalten wird. Am Chiemsee wurde die längste und technisch aufwändigste Ringkanalisation Europas gebaut. Seitdem haben Uferrenaturierungen, Pufferstreifen und zahlreiche weitere Maßnahmen die Wasserqualität und die Ökologie der Seen weiter verbessert. Die aktuellen Auswertungen nach Abschluss der diesjährigen Badesaison bescheinigen allen bayerischen Seen eine ausgezeichnete Badegewässerqualität.

Zur achten internationalen Umwelttechnologiemesse ENVIRO Shiga 2005 in Nagahama werden rund 40.000 Besucher erwartet. Am Gemeinschaftsstand des bayerischen Umweltministeriums nehmen auch die Stadt Augsburg, das Kompetenzzentrum Umwelt (KUMAS) und mehrere renommierte bayerische mittelständische Firmen teil. Die Firmen aus Weilheim, Mindelheim, Berching und Höchststadt an der Donau gehören zu den Marktführern in der Wasseraufbereitung, der Abwasserreinigung und in der Umweltmesstechnik.

Die Präfektur Shiga spielt als Verkehrsknotenpunkt und Industriestandort ein wichtige Rolle in Japan. Rund 1,4 Millionen Menschen leben dort. Knapp ein Fünftel der Landesfläche von Shiga bedeckt der Biwa See. Er ist etwa acht Mal so groß wie der Chiemsee und größer als der Bodensee. Als größter japanischer Binnensee versorgt er 14 Millionen Menschen in den angrenzenden Ballungsräumen mit Trinkwasser. Die Augsburger Partnerstadt Nagahama, in der die Umwelttechnologiemesse stattfindet, ist mit 55.000 Einwohnern das Zentrum der Textil- und Maschinenbauindustrie sowie der Chemieindustrie.

Downloads

PDF-Datei zur Pressemitteilung

Pressefoto(s) zur Pressemitteilung