PRESSEMITTEILUNG

Nr. 16 / Donnerstag, 19. April 2007

Lärmschutz
Lärmschutz in Theorie und Praxis: türkische Fachdelegation besucht Augsburger LfU

Twinning-Kooperationsprojekt Deutschland - Türkei zur EU-Umgebungslärm-richtlinie / LfU baut als zentrale Schnittstelle bayernweites Lärmbelastungskataster auf

Türkische Fachdelegation besucht LfU in Augsburg: Fevzi Isbilir, Stellvertretender Generaldirektor des türkischen Ministeriums für Umwelt und Forsten und Delegationsleiter, Michael Gerke, Lärmexperte des LfU und Volker Irmer, Langzeitberater des Lärmprojektes (v.l. n.r.)
Türkische Fachdelegation besucht LfU in Augsburg: Fevzi Isbilir, Stellvertretender Generaldirektor des türkischen Ministeriums für Umwelt und Forsten und Delegationsleiter, Michael Gerke, Lärmexperte des LfU und Volker Irmer, Langzeitberater des Lärmprojektes (v.l. n.r.) (Quelle: LfU)
(Augsburg) +++ Ein Dutzend hochrangige Vertreter türkischer Umweltbehörden und Großstadtverwaltungen haben heute das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg-Haunstetten besucht. Auf der Tagesordnung standen praktische Fragen des Lärmschutzes und die Umgebungslärmrichtlinie der EU. Mit der Richtlinie soll europaweit der Lärm bewertet und bekämpft werden. Im ersten Schritt sind im Freistaat sogenannte Lärmkarten für 600 Kommunen mit 3000 Kilometern Straße zu erstellen. Außerdem ist die Lärmbelastung durch die Großflughäfen München und Nürnberg und in den Ballungsräumen München, Nürnberg und Augsburg zu ermitteln. Alle Eingangsdaten und Kartierungsergebnisse werden bayernweit zentral in einem Lärmbelastungskataster gespeichert. Dieses fungiert als Schnittstelle zwischen den in diversen Datenformaten vorliegenden Eingangsdaten und den schalltechnischen Berechnungsprogrammen. Auf dem Besichtigungsprogramm stand der "Flüsterasphalt" an der B17 - ein Paradebeispiel für praktischen Lärmschutz an Straßen: dort ist ein schallschluckender Hightech-Asphalt eingebaut, der sich seit fast vier Jahren bewährt. +++

Die Türkei ist Twinning-Partner Deutschlands im Bereich des Lärmschutzes. Mit dem Twinning-Programm werden EU-Länder und Beitrittskandidaten beim Aufbau der Verwaltungen und der Angleichung an die EU-Gesetze unterstützt. Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren im Umweltbereich an 63 Twinning-Projekten beteiligt, überwiegend als Projektleiter. Der türkischen Fachdelegation unter Leitung des stell vertretenden Generaldirektors des türkischen Ministeriums für Umwelt und Forsten gehören Verkehrsexperten mehrerer Pilotregionen an, darunter auch der Haupstadt Ankara und aus Istanbul. Das Twinning-Projekt wird von deutscher Seite durch einen Vertreter des Umweltbundesamtes koordiniert.

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