PRESSEMITTEILUNG

Nr. 09 / Montag, 12. April 2010

Geo-Inventur: Schwaben hat 295 geologische Naturwunder

"Stolze Bilanz – 42 Prozent der Geotope unter Schutz"

(Nördlingen) +++ Schwaben kann stolz sein – 295 geologische Naturwunder enthält die jetzt fertig gestellte Geo-Inventur des Regierungsbezirks durch die amtlichen Geotopschützer. "Die offizielle Inventarisierung beweist, was wir Schwaben immer schon ahnten: Unsere Heimat ist reich an Naturschönheiten und geologischen Sehenswürdigkeiten, die meisten davon im Oberallgäu", freute sich Prof. Dr. Albert Göttle, Präsident des Landesamts für Umwelt und gebürtiger Allgäuer. Anlass ist der Abschlußbericht "Geotope in Schwaben", den Roland Eichhorn, Chef-Geologe des LfU heute im Rieskrater-Museum Nördlingen vorstellte. Rund drei Jahre lang streiften LfU-Geologen durch den Bezirk. Sie haben dabei so manche geologische Perle entdeckt: Im Schnitt fanden sie alle 34 Quadratkilometer ein Geotop und stuften rund zwei Drittel als wertvoll bis besonders wertvoll ein. "Ob verwunschene Höhlen, exotische Findlinge aus der Eiszeit, Gesteine der Ries-Katastrophe oder die tief eingeschnittene Breitachklamm: Schwaben bietet eine Vielfalt an steinernen Prachtstücken", so Eichhorn. Es sei zudem bemerkenswert, dass bereits rund 42 Prozent der Geotope in Schwaben unter Schutz stünden. +++

Ziel der bayernweiten Geotop-Inventarisierung ist, alle wichtigen erdgeschichtlichen Bildungen möglichst vollständig zu erfassen und so für die kommenden Generationen zu erhalten. Inzwischen sind in sechs der sieben Regierungsbezirke die Geotope weitgehend erfasst, in Unterfranken stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss. Seit 1985 betreibt das Landesamt dazu ein digitales Geotopkataster mit inzwischen 3100 Geotopen. Eichhorn erläutert: "Geotope erzählen Geschichte: über Klimaänderungen, über Naturkatastrophen unvorstellbaren Ausmaßes, über Werden und Vergehen." So dokumentiert der Suevitbruch Aumühle einen Meteoriteneinschlag vor 14,8 Millionen Jahren. Bei seiner Explosion waren die Drücke so gewaltig, dass sogar ganz winzige Diamanten entstanden. Göttle fasst die Erkenntnisse der LfU-Geologen zusammen: "Geotope sind Zeugen der Erd- und Menschheitsgeschichte, die es zu bewahren gilt."

Weitere Informationen
Ort und Beschreibungen der bayerischen Geotope finden Sie im Internet unter:
www.geotope.bayern.de.

Downloads

PDF-Datei zur Pressemitteilung