Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Rote Listen gefährdeter Tiere - Grundlagen

Rote Listen dokumentieren in erster Linie den Rückgang von Arten und lassen sich damit nicht per se als Naturschutzerfolge "verkaufen". Viel eher sind sie Alarmsignale, mit denen Arten auf ihre kritische Lage aufmerksam machen. Und eben deswegen sind sie nach wie vor unverzichtbare Instrumente des Naturschutzes, indem sie unter anderem

  • als Argumentations- und Entscheidungshilfen für umwelt- und raumrelevante Planungen herangezogen werden
  • den notwendigen Handlungsbedarf im Naturschutz aufzeigen (Grundlage für Arten- und Biotopschutzmaßnahmen sowie für Artenhilfsprogramme)
  • auf den Erfolg von Naturschutzmaßnahmen schließen lassen
  • künftige Forschungen anregen und
  • Behörden und der Öffentlichkeit als Informationsquelle über die Gefährdungssituation der Arten dienen.

Insbesondere letztgenanntes Ziel wollen diese Seiten verfolgen.

Laubfrosch, Hyla arborea, Rote Liste 2 in Bayern
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Laubfrosch, Hyla arborea, Rote Liste 2 in Bayern;
Foto: Günter Hansbauer

Die aktuelle Rote Liste gefährdeter Tiere Bayerns (2003) löst als insgesamt 3. Fassung die 2. Version aus dem Jahr 1992 ab. Auf der Grundlage von Gefährdungsanalysen für 16.000 Tierarten wurden 56 Einzellisten erstellt. 200 Experten haben mitgewirkt, das in der Naturschutzpraxis unverzichtbar gewordene Instrument der Roten Liste dem derzeitigen Kenntnisstand anzupassen und weiter zu entwickeln. Für einige Tiergruppen konnten erstmalig Rote Listen erarbeitet werden.