Bayerisches Landesamt für
Umwelt

3D-Modelle

Computergrafik eines Geländemodells von Oberfranken-West Bild vergrössern Strukturgeologisches 3D-Oberflächenmodell der Planungsregion 4 (Oberfranken-West)

Seit 2002 werden am LfU geologische 3D-Modelle mittlerweile projektbegleitend routinemäßig erstellt. Im Rahmen der hydrogeologischen Landesaufnahme bzw. der Informationsoffensive oberflächennahe Geothermie werden sukzessive alle 14 bayerische Planungs-Regionen sowohl geologisch als auch hydrogeologisch und bodenkundlich kartiert und bearbeitet. Begleitend wird für die meisten Regionen ein strukturgeologisches Untergrundmodell erstellt. Bisher existieren Modelle der Regionen 4 (Oberfranken West), 10 (Ingolstadt) und 13 (Landshut). Der Detaillierungsgrad und die Auswahl der modellierten geologischen Einheiten richtet sich vorrangig nach der hydrogeologischen Bedeutung. Die erstellten regionsbezogene Modelle liefern Schichtgrenzen für weitergehende Berechnungen wie:

  • Schutzfunktionskarte der Grundwasserüberdeckung
  • Karte der Einsatzmöglichkeiten von Methoden der Nutzung von oberflächennaher Geothermie
  • Numerische Grundwasserströmungsmodelle
  • Statistische Charakterisierung von Grundwasserleitern durch physikalische Parameter (z.B. Durchlässigkeiten, Korngrößenverteilung)
Computergrafik eines Geländemodells von Bayern Bild vergrössern Geologisches 3-Schichtmodell von Bayern

Weiterhin wird laufend das bayernweite 3D-Grundmodell ergänzt. In einer ersten Phase werden die durchgehenden und wichtigsten Strukturen Bayerns modelliert (Oberkante Grundgebirge, Oberkante Malm und Unterkante Tertiär). Somit ergibt sich ein erstes 3-Schichtmodell, was bereits ausreichend detailliert ist für darauf aufbauende bayernweite geophysikalische Modellierungen:

  • Für eine in Zukunft verbesserte Erdbebenlokalisierung ist ein verbessertes Modell der seismischen Geschwindigkeiten errechnet worden.
  • Für eine verbesserte Abschätzung der Ergiebigkeit tiefer geothermischer Wärmekraftanlagen ist eine Neuberechnung des Temperaturfelds in der südbayerischen Molasse möglich.
  • Zur Verbesserung der geophysikalischen Modellierungen (Gravimetrie, Magnetik) ist eine Modellierung der wichtigsten geologischen Krustenelemente (z.B. Tiefenlage der Kruste-Mantel-Grenze) erfolgt.
Computergrafik zur Temperaturverteilung im Malm des Südbayerischen Molassebeckens Bild vergrössern Temperaturverteilung im Malm des Südbayerischen Molassebeckens