Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Wurfscheibenschießanlagen

Das Kooperationsprinzip ist ein Leitgedanke bayerischer Umweltpolitik. Die Bereitschaft der bayerischen Sportschützen und Jäger, hier mit den Umweltbehörden zusammenzuarbeiten, ist ein Beispiel dafür. Das Bayer. Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) und der Bayerische Landesjagdverband (LJV) haben 1999 ihre Zusammenarbeit mit dem Ziel verstärkt, Umweltbelastungen auf Wurfscheibenschießanlagen zu untersuchen. Weitere Teilnehmer an diesem Kooperationsmodell sind der Bundesverband Schießstätten (BVS e.V.), Vertreter der Schießstandssachverständigen im DSB, das Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten (StMLF) und das Staatsministerium für Unterricht und Kultus (StMUK), das Landesamt für Umweltschutz (LfU), das Landesamt für Wasserwirtschaft (LfW), die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) sowie das Geologische Landesamt (GLA).

Umweltbehörden und Fachverbände erarbeiteten eine Arbeitshilfe zum umweltverträglichen Betrieb von Wurfscheibenschießanlagen (veröffentlicht 2003). Auf Basis dieser Arbeitshilfe wurde nun ein Merkblatt zum umweltverträglichen Bau und Betrieb von Wurfscheibenschießanlagen erstellt, das sich in erster Linie an die Vollzugs- und Fachbehörden sowie die mit den Untersuchungen beauftragten Ingenieurbüros richtet. Eine Betreiberbroschüre ist in Vorbereitung.

Das Merkblatt beinhaltet vor allem folgende Punkte:

  • Eine Kurzzusammenfassung der einschlägigen rechtlichen Grundlagen,
  • eine Zusammenstellung der Anforderungen an die Standortbedingungen und an den umweltverträglichen Betrieb,
  • die Beschreibung der einzuhaltenden Behandlung im Falle des Entstehens von schädlichen Bodenveränderungen oder eines Altlastenverdachts (Amtsermittlung, Detailuntersuchung und Sanierung, Bearbeitungsprioritäten und Dringlichkeitsstufen, Bodenschutzrechtliche Bewertung),
  • eine Darlegung der Vorgehensweise zur Untersuchung von Wurfscheibenschießanlagen (Probenahme, Analytik).

Das Merkblatt ("Der umweltverträgliche Bau und Betrieb von Wurfscheibenschießanlagen", vgl. rechte Spalte) wurde im April 2013 veröffentlicht. Die vorgegebene Vorgehensweise ist nun landesweit umzusetzen.