Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Kataster nach Art. 3 BayBodSchG ("Altlastenkataster")

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) führt nach Art. 3 Abs. 1 Bayerisches Bodenschutzgesetz (BayBodSchG) die katastermäßige Erfassung bestimmter schädlicher Bodenveränderungen und altlastverdächtiger Flächen durch. Hierzu hat das LfU das sog. Altlasten-, Bodenschutz- und Deponieinformationssystem (ABuDIS 2.0) als zentrale internetfähige Datenbank im Oktober 2003 in Betrieb genommen.

Grafik zu Altstandorte/Altablagerungen/Summe der Jahre 1990: 862/2.874/3.736, 1993: 1.216/6.694/7.910,1995: 2.618/8.852/11.470,1998: 3.194/9.725/12.919, 2000: 3.295/10.034/13.329, 2003: 4.806/10.573/15.379, 2004: 4.898/11.213/16.111, 2005: 5.425/11.401/16.826, 2006: 5.927/11.558/17.485, 2007: 5.903/11.662/17.565, 2008: 5.831/11.622/17.453, 2010: 5.827/11.802/17.629, 2011: 5.986/11.860/17.846, 2012: 5.816/11.719/17.535, 2013: 5.735/11.552/17287, 2014: 5.731/10.939/16.670 Bild vergrößern Altlasten und Altlastverdachtsflächen in Bayern 2014

ABuDIS 2.5 ist ein behördeninternes, strukturiertes Flächeninformationssystem zur Erhebung von Daten über Altlasten, Altlastenverdachtsflächen sowie stofflichen schädlichen Bodenveränderungen in Bayern. Außerdem dient ABuDIS 2.5 zur Dokumentation und Abwicklung der dazugehörigen Verfahrensschritte zur Erhebung, Erfassung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung der o.g. Flächen. Hierbei wird auf der Grundlage der von den verschiedenen Fachbehörden zusammengeführten Informationen eine sachgerechte Priorisierung für die erforderlichen Schritte vorgenommen.

Für den Vollzug des Bodenschutzrechts sind die Kreisverwaltungsbehörden zuständig.

Derzeit sind in Bayern 16.670 Altlasten und altlastverdächtige Flächen registriert. Dabei handelt es sich um 10.939 Altablagerungen und 5.731 Altstandorte.

Übersicht der Verteilung von Altlasten und Altlastverdachtsflächen auf die einzelnen Regierungsbezirke für das Jahr 2014 enthält die nachfolgende PDF-Datei:

Übersicht der sanierten und aus dem Verdacht entlassenen Flächen in Bayern:

Öffentlicher Zugang zum Altlasten- Bodenschutz und Deponieinformationssystem - Kataster nach Art. 3 BayBodSchG ("Altlastenkataster")

Teilbereich:

  • Altablagerungen
  • Altstandorte
  • stoffliche schädliche Bodenveränderungen
  • Rüstungsaltlasten (RÜVKA - Elemente)

jeweils ohne Verdachtsflächen.

In der vorliegenden Version zum Umweltinformationsgesetz (UIG) werden nur allgemeine Informationen zu Altlasten dargestellt. Personenbezogene Daten wie Flurnummern, Gauß-Krüger-Koordinaten, Straßennamen und Hausnummern etc. sind aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht enthalten.

Bitte beachten Sie die rechtlichen und technischen Hinweise auf der Startseite!

Auskünfte aus dem Altlastenkataster

Nach dem Bayerischen Umweltinformationsgesetz (BayUIG) hat grundsätzlich jeder einen Anspruch auf einen freien Zugang zu Umweltinformationen, die bei informationspflichtigen Stellen gespeichert sind.

Bei Auskünften aus dem Altlastenkataster handelt es sich jedoch um personenbezogene und damit schutzwürdige Daten, da die erfassten Informationen Rückschlüsse auf den jeweiligen Eigentümer zulassen. Daher wird die Herausgabe solcher Daten zunächst nur dem jeweiligen Grundstückseigentümer zuteil. Der Auskunft gebenden Stelle muss zusätzlich zur Anfrage ein Auszug aus dem Grundbuch übersandt werden, aus dem die Eigentumsverhältnisse hervorgehen. Darüber hinaus sind Auskünfte an Dritte nur mit einer schriftlichen Vollmacht oder Zustimmung des Grundstückseigentümers möglich.

Datenerfassende Stellen sind gemäß Art. 10 BayBodSchG die Kreisverwaltungsbehörden (Landratsämter und kreisfreie Städte). Sie erfassen in ihrem Zuständigkeitsbereich alle Flächen, bei denen ein Altlastverdacht besteht bzw. nachgewiesen wurde, dass es sich um eine Altlast handelt. Zudem dokumentieren sie die Bearbeitung der Flächen nach den Verfahrensschritten Erhebung, Erfassung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung.

Deshalb stellen Kreisverwaltungsbehörden (KVB) den ersten und zentralen Ansprechpartner in der Altlastenbearbeitung dar. Bei Anfragen aus dem Altlastenkataster ist es daher ratsam, sich mit der zuständigen KVB in Verbindung zu setzen. Die Gebühren für Auskünfte werden von den jeweiligen Behörden selbst festgesetzt.

Grundsätzlich können Anfragen zu Altlasten und Altlastverdachtsflächen, insbesondere bei landkreisübergreifenden Projekten, auch beim LfU gestellt werden. Die gespeicherten Informationen über Grundstücke bzw. über Art und Umfang durchgeführter Maßnahmen müssen jedoch nicht in jedem Fall den aktuellen Verhältnissen vor Ort entsprechen. Den aktuellsten Datenstand hat immer die KVB.

Die Anfragen sind per Post, Fax, E-Mail oder mittels des unten stehenden Links an die Datenstelle des LfU zu richten.

Zur Bearbeitung Ihrer Anfrage benötigen wir folgende Informationen von Ihnen:

  1. Flurnummer und Gemarkung der betroffenen Grundstücke (die Postanschrift genügt nicht) sowie den zugehörigen Grundbuchauszug, aus dem die Eigentumsverhältnisse hervorgehen.
  2. Ist der Anfragende nicht Eigentümer des Grundstücks, so ist eine schriftliche Vollmacht oder Zustimmung des Eigentümers vorzulegen.