Entsorgungsstruktur Verwertung in Bayern

Die Entsorgung von Abfällen aus Haushalten, Gewerbe, Industrie und öffentlichen Einrichtungen ist ein eigener Wirtschaftszweig mit unterschiedlichsten Betrieben. Über ganz Bayern verteilt gibt es über 2.000 genehmigte Anlagen, die der Entsorgung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen dienen.

Das kann sein (auf dem Wege der Verwertung)

  • Altfahrzeugannahmestellen und -verwertungsanlagen
  • Aufbereitungs- und Verwertungsanlagen für Altholz, Bauschutt, Fotochemikalien, Kühlgeräte, Altasphalt, Altpapier, Altglas, Kunststoffe, Ölabscheider- und Sandfanginhalte und viele andere Abfallstoffe
  • Biogasanlagen und Kläranlagen für die Behandlung biologisch abbaubarer Abfälle
  • Kompostieranlagen, Trockenfermentationsanlagen
  • Klärschlammtrocknungs, -vererdungs-, -vertorfungs- und -verbrennungsanlagen
  • Biologische, thermische oder chemisch-physikalische Bodenreinigungsanlagen
  • Elektroaltgeräte-, Vorbehandlungs- und Verwertungsanlagen
  • Sortieranlagen für Gewerbeabfälle
  • Destillations- und Emulsionsspaltanlagen
  • Schrottverwertungsanlagen mit Schredder
  • Zwischenlager für alle Arten von Abfällen
  • Zementwerke (Verbrennung von Altölen, Altlösemitteln und Altreifen) sowie (zur Beseitigung, aber auch Verwertung)

sowie (zur Beseitigung, aber auch Verwertung)

  • Siedlungsabfall- und Sonderabfallverbrennungsanlagen
  • Deponien für Inertabfälle, für nicht gefährliche und gefährliche Abfälle

Jede Anlage benötigt eine Genehmigung nach Immissionsschutzrecht. Dabei werden auch abfallrechtliche Vorschriften berücksichtigt. Bei sehr geringem Anlagendurchsatz (unterhalb der Mengenschwellen der 4. BImSchV), kann in Einzelfällen auch eine baurechtliche Genehmigung ausreichend sein. Zuständige Behörden sind im Regelfall die Kreisverwaltungsbehörden (Landrats- und Umweltämter der kreisfreien Städte). Deponien werden nach dem KrW-/AbfG (in einem Planfeststellungsverfahren) genehmigt.

Im Betrieb der Anlagen ist eine regelmäßige Überwachung vorgeschrieben. Dazu zählt zum einen die Eigenkontrolle durch den Betreiber, der hierzu auch externe Sachverständige einschalten muss. Zum anderen kontrolliert die zuständige Überwachungsbehörde – in der Regel die Kreisverwaltungsbehörde, in bestimmten Fällen auch die Bezirksregierung zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für
Umwelt (LfU) – alle 1-7 Jahre die Anlage und überprüft die Jahresberichte.

Die Wege der gefährlichen Abfälle müssen mittels Entsorgungsnachweisen, Begleitscheinen (eANV Elektronisches Abfallnachweisverfahren) und betriebsinternen Registern dokumentiert werden und werden vom LfU geprüft.