Straßenverkehrslärm

Mit steigendem Verkehrsaufkommen nimmt die Lärmbelastung durch den Straßenverkehr zu. Der Zehn-Jahres-Trend zeigt einen Anstieg. Im Vergleich zu 1960 beträgt die Belastung heute mehr als das 6-fache.

Grafik zur Zunahme des Straßenverkehrslärms Bild vergrössern Grafik zur Entwicklung des Straßenverkehrslärms in Deutschland seit 1960

Ziel

EG-Umgebungslärmrichtlinie: Auf der Grundlage von Lärmkarten und Aktionsplänen sollen Maßnahmen entwickelt werden, die vorzugsweise schädliche Auswirkungen durch Umgebungslärm verhindern, ihnen vorbeugen oder sie mindern.

Technische Maßnahmen und neue Lärmkarten – Maßnahmen zur Lärmminderung sind möglich

Geräusche begleiten uns ständig. Dauerhaft hoher Lärm und starke Knalle können das Gehör schädigen. Aber auch niedrigere Pegel beeinflussen unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Deutschlandweit ist der Straßenverkehr bei weitem der Hauptverursacher bei der Gesamtlärmbelastung. Die Emissionen des Straßenverkehrslärms sind wesentlich gleichmäßiger als die anderen Lärmquellen über die Fläche verteilt – dies gilt auch für Bayern. Der Straßenverkehr nimmt seit Jahrzehnten stetig zu, während die spezifischen Geräuschemissionen der Kraftfahrzeuge im fließenden Verkehr in den letzten 30 Jahren nahezu gleich geblieben sind. Die Lärmbelastung sinkt also nur dann, wenn der Straßenverkehrslärm abnimmt. Vor allem in den Städten und Ballungsräumen ist daher die Lärmbelastung durch den Straßenverkehr ein wichtiges lokales Umweltproblem.

Zudem lässt sich der Straßenverkehrslärm durch technische Maßnahmen mindern. Diese sollten beim Roll- und Antriebsgeräusch der Kraftfahrzeuge ansetzen. Leider begnügt man sich zu sehr mit Wällen und Wänden oder gar mit Schallschutzfenstern. Leise Reifen verringern die Lärmbelastung um bis zu 7 Dezibel. Zum Vergleich: Eine Verringerung des Pegels um 7 Dezibel entspricht einer Abnahme des Verkehrs auf ein Fünftel! Besonders lärmarme Reifen werden mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet.

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