Siedlungs- und Verkehrsfläche

In Bayern nimmt die Siedlungs- und Verkehrsfläche im Zehn-Jahres-Trend weiter zu. Regionale Unterschiede sind nicht immer an die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung gekoppelt.

Vergleich der Anteile der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Bayern und in den Regierungsbezirken in den Jahren 2000 und 2014 Bild vergrössern Vergleich der Anteile der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Bayern und in den Regierungsbezirken in den Jahren 2000 und 2014

Ziel

Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) 2013: Die Ausweisung von Bauflächen soll an einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung des demographischen Wandels und seiner Folgen ausgerichtet werden.

Immer mehr Siedlungen und Verkehrswege – natürliche Bodenfunktionen gehen verloren

Böden sind wichtige Ressourcen. Sie erfüllen im Naturhaushalt vielfältige Funktionen, die durch Überbauung und Versiegelung teilweise dauerhaft zerstört werden. Von Siedlungen und Verkehrswegen überbaute Böden stehen nicht mehr für die Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung. Es gehen prägende Elemente der Landschaft und Lebensräume verloren. Ein weiteres Problem ist die Versiegelung: Etwa die Hälfte der überbauten Flächen ist versiegelt und kann daher weniger Wasser und Schadstoffe speichern und filtern. Dadurch erhöht sich die Hochwassergefahr und die Grundwasserneubildung wird behindert. Außerdem verschlechtert sich das Lokalklima und weniger Feinstaub wird gebunden.

Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Gesamtfläche liegt in der Oberpfalz und in Niederbayern unter dem bayerischen Durchschnitt von 11,8 Prozent, in den fränkischen Bezirken, Oberbayern und Schwaben darüber. In allen Bezirken ist von 2000 bis 2014 eine Zunahme erkennbar, am geringsten in Mittelfranken (0,6 Prozent), Unterfranken (1,0 Prozent) und Schwaben (1,3 Prozent), auf bayerischen Durchschnitt in Oberfranken (1,4 Prozent) und überdurchschnittlich in der Oberpfalz (1,5 Prozent), in Niederbayern (1,8 Prozent) sowie in Oberbayern (1,9 Prozent).

Unterschiede zeigt auch die versiegelte Fläche pro Einwohner: Kompaktere Siedlungsstrukturen der Verdichtungsräume, wie München oder die Industrieregion Mittelfranken, haben hier Vorteile gegenüber dem ländlichen Raum.

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