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Kreuzkräuter im Allgäu –
Eine Herausforderung für Naturschutz und Landwirtschaft
In Streuwiesen, insbesondere aber in feuchten Wirtschaftswiesen tritt in den letzten Jahren vermehrt das Wasserkreuzkraut (Senecio aquaticus) auf. Neben dem Wasserkreuzkraut wird auch die Zunahme von anderen Kreuzkräutern (Senecio-Arten), beispielsweise Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea), in Viehweiden festgestellt. Von Seiten der Landwirtschaft und des Naturschutzes wird dies mit Sorge beobachtet, da diese Pflanzengruppe Giftstoffe enthalten, welche sich auf die Nutztiere (v.a. Rinder, Pferde, Schafe) deutlich negativ auswirken können. Es ist daher ein gemeinsames Anliegen, nach Verdrängungsmethoden zu suchen.
Tastversuche zur Verdrängung des Wasserkreuzkrauts
In einer im Herbst 2010 gegründeten Arbeitsgruppe werden in Kooperation vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU), der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren, der Regierung von Schwaben (RvS), der Allgäuer Streueverwertung und v. a. mit dem Landratsamt Oberallgäu versucht, Managementmaßnahmen zu erarbeiten, wie das Wasserkreuzkraut in Feuchtwiesen verdrängt oder minimiert werden kann.
Ab 2011 werden mit einem Fragebogen Grunddaten zu Kreuzkräutern erhoben. Damit können Verbreitungsschwerpunkte, insbesondere des Wasserkreuzkrautes, identifiziert und die Problemlagen eingegrenzt werden.
Der Erfassungsbogen ist bei den örtlichen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie bei den Naturschutzbehörden in den Landratsämtern zu bekommen und kann auch als download abgerufen werden:
Alle Interessierten und insbesondere von Kreuzkraut-Vorkommen betroffene Landwirte im Allgäu sind aufgerufen und eingeladen, die Bemühungen zu unterstützen, indem sie die ausgefüllten Bögen an das AELF in Kaufbeuren zurückschicken. Die Angaben werden nur für dieses von der Landwirtschaft und dem Naturschutz initiierte Projekt genutzt, um praktikable Lösungen zu erarbeiten.
Weitergehende Informationen geben gerne:
Claudia Schatz, AELF Kaufbeuren
Tel. 08341 / 9002-20
oder
Ulrich M. Sorg, LfU Augsburg
Tel. 0821 / 90 71-5105

