Was ist ein Risikogewässer?

Ein Gewässer gilt dann als Risikogewässer, wenn von ihm im Hochwasserfall besondere Risiken für die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das Kulturerbe oder die wirtschaftliche Tätigkeit und erhebliche Sachwerte ausgehen. Diese Risiken ergeben sich einerseits durch bestimmte Nutzungen, wie z.B. dichte Wohnbebauung in Gewässernähe, durch die große Schäden entstehen können. Andererseits sind besonders schützenswerte Gebiete am Gewässer durch schädliche Stoffe gefährdet, die durch ein Hochwasser transportiert werden und zu Verunreinigungen führen können.

Fußgängerweg mit Holzwand und Sandsäcken abgedichtet und mit Hochwasser-Warnschild gesperrt.Bild vergrössern Hochwasser in der Stadt Hof; Foto: Ernst Sammer, Wasserwirtschaftsamt Hof

Um die Risikogewässer zu ermitteln, wurde im ersten Schritt der Risikomanagement-Planung die sogenannte vorläufige Risikobewertung durchgeführt. Diese Bewertung wurde in Bayern an allen Gewässern durchgeführt, die ein Einzugsgebiet von mehr als 10km2 haben. Zusätzlich wurden auch Gewässer mit einem kleineren Einzugsgebiet als Risikogewässer ausgewiesen, wenn Experten der Wasserwirtschaftsämter dies für nötig hielten. Z.B. wenn bekannt ist, dass an diesen Gewässern bereits in der Vergangenheit schwere Hochwasserschäden entstanden sind.

Das Ergebnis der vorläufigen Risikobewertung für das bayerische Saale- und Egergebiet ist ein ca. 150km langes Netz aus Flüssen und Bächen, an denen ein besonderes Hochwasserrisiko besteht.

Eine Beschreibung der genauen Methodik der vorläufigen Risikobewertung finden Sie in nachfolgendem Link.