Vermeidung

Unter dem Aspekt Vermeidung sind alle Maßnahmen gebündelt, die die Entstehung von Hochwasserschäden im Vorhinein reduzieren. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen wie die Flächenfreihaltung, die Entfernung bzw. Verlegung gefährdeter Nutzungen oder die bauliche Anpassung von bereits bestehenden Nutzungen.

Häuser mit Garage im Erdgeschoss und Wohnungen ab dem 1. StockBild vergrössern Das Risiko eines größeren Schadens kann z.B. durch die Verlegung von Wohnräumen in die oberen Stockwerke reduziert werden (Maßnahme 305.1); Foto: Wasserwirtschaftsamt Deggendorf

Maßnahmen der Vermeidung nehmen auf regionaler Ebene den größten Anteil ein. Der Grund hierfür liegt in der Vielzahl verpflichtender Maßnahmen in diesem Aspekt. Von den 32% der gewählten regionalen Maßnahmen, sind 17% verpflichtende Maßnahmen. Auf lokaler Ebene wurden hingegen nur 17% Vermeidungsmaßnahmen ausgewählt, hiervon sind 6% als Pflichtmaßnahmen bestimmt.

Eine typische Pflichtmaßnahme für diesen Aspekt stellt die Maßnahme 303.1 dar:

  • "Würdigung der Hochwasserrisiken im Rahmen der wasserrechtlichen Genehmigung (§ 78 Abs. 3 WHG) bzw. ggf. im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens"

Häufig gewählte freiwillige Vermeidungsmaßnahmen sind:

  • lokal 303.2: "Integration des vorbeugenden Hochwasserschutzes bei der Änderung bzw. Fortschreibung der Flächennutzungspläne"
  • regional 302.1: "Rechtliche Sicherung von Flächen als Überschwemmungsgebiet"