Hochwasser und seine Entstehung

Hochwasserereignisse sind Teil des natürlichen Wasserkreislaufs. Nicht Menschenhand, sondern die Natur selbst verursacht dieses Phänomen. Hochwasser lassen sich deshalb auch nicht vermeiden. Das biblische Bild "sintflutartige Regenfälle" bringt die Ursache für Hochwasser auf den Punkt: Regen.

Fachleute betrachten im Wesentlichen 4 Prozesse für die Ermittlung von Höhe und Ausmaß eines Hochwassers:

  • Wie viel Niederschlag fällt in welcher Zeit auf welches Gebiet?
  • Welcher Anteil des Niederschlags fließt oberflächlich ab?
  • Wie schnell erreicht der Abfluss Bäche und Flüsse?
  • Wie läuft das Hochwasser ab?

Wenn Hochwasserereignisse starke Ausmaße annehmen, führt das oft zu negativen Auswirkungen auf Sach- und Kulturgüter sowie die Umwelt bis hin zu Bedrohungen für Menschen, die in der Nähe der Gewässer leben.

Gründe für die Verstärkung von Hochwasserereignissen sind zum einen natürliche Faktoren, wie z.B. die Schneeschmelze in Verbindung mit starken Regenfällen. Zum anderen treten auch immer mehr der Einfluss des Menschen selbst und seine Eingriffe in das Gewässersystem in den Fokus der Betrachtung. Folgende Tätigkeiten und Bereiche sind dabei vor allem gemeint:

  • Die Veränderung der Landnutzung, besonders die Bodenversiegelung und Verbauung natürlicher Rückhalteräume entlang der Gewässer.
  • Der Flussausbau, vor allem Begradigung und Aufstau für die Wasserkraftnutzung und als Transportweg.
  • Der durch den Menschen verstärkte Klimawandel und die vermutete Zunahme von Extremereignissen im Zuge des Klimawandels.

Ausführliche Informationen über Entstehung und Ursachen von Hochwasserereignissen, den Einfluss des Menschen dabei und über Klimaveränderungen finden Sie in nachfolgendem Link.

Hochwasserereignisse an Saale und Eger

Die Teileinzugsgebiete der Sächsischen Saale und der Eger im Nordosten Bayerns gehören zum internationalen Einzugsgebiet der Elbe. Hochwasserereignisse treten hier vor allem in den Wintermonaten auf. Kommt es bei mittleren Schneelagen zu einem Warmlufteinbruch mit starkem Regen, summieren sich Schneeschmelze und Niederschlag. Die Abflussmengen in den Flüssen steigen sehr stark an.

Hochwasser in der Nähe von Tauperlitz. Weder Häuser noch infrastrukturelle Einrichtungen sind betroffen. Das Wasser führt Eis, die umliegenden Hänge sind schneebedeckt.Bild vergrössern Hochwasser an der Sächsischen Saale im Januar 2011

Historische Aufzeichnungen belegen zudem, dass Starkniederschlagsereignisse, unabhängig von der Jahreszeit, schwerwiegende Folgen haben können. Insbesondere in engen Teileinzugsgebieten im Fichtelgebirge können die Gewässer schnell ansteigen, sie haben aber meist wenig Fülle. Die Hochwasserspitzen laufen dann zwar in wenigen Stunden wieder ab, verursachen jedoch trotzdem Schäden.

Ausführliche Informationen zu den großen Hochwasserereignissen der letzten Jahre und ihren Schäden in Bayern finden Sie in nachfolgendem Link.