Was ist ein Risikogewässer?

Ein Gewässer gilt dann als Risikogewässer, wenn von ihm im Hochwasserfall besondere Risiken für die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das Kulturerbe oder die wirtschaftliche Tätigkeit und erhebliche Sachwerte ausgehen. Diese Risiken ergeben sich einerseits durch bestimmte Nutzungen, wie z.B. dichte Wohnbebauung in Gewässernähe, durch die große Schäden entstehen können. Andererseits sind besonders schützenswerte Gebiete am Gewässer durch schädliche Stoffe gefährdet, die durch ein Hochwasser transportiert werden und zu Verunreinigungen führen können.

Um die Risikogewässer zu ermitteln, wurde im ersten Schritt der Risikomanagement-Planung die sogenannte vorläufige Risikobewertung durchgeführt. Diese Bewertung wurde in Bayern an allen Gewässern durchgeführt, die ein Einzugsgebiet von mehr als 10km2 haben. Zusätzlich wurden auch Gewässer mit einem kleineren Einzugsgebiet als Risikogewässer ausgewiesen, wenn Experten der Wasserwirtschaftsämter dies für nötig hielten. Z.B. wenn bekannt ist, dass an diesen Gewässern bereits in der Vergangenheit schwere Hochwasserschäden entstanden sind.

Risikogewässer im bayerischen Donaugebiet

Karte mit bayerischen Donaugebiet und dessen Risikogewässern (Zuflüsse).Bild vergrössern Gewässerkulisse 2011

Das Ergebnis der vorläufigen Risikobewertung für das Einzugsgebiet der Donau ist ein ca. 5.550km langes Gewässernetz. Etwa 400 Bäche und Flüsse gelten somit als Risikogewässer.

Eine Beschreibung der genauen Methodik der vorläufigen Risikobewertung finden Sie in nachfolgendem Link.