Chrom(VI) (Chromat)

Bayernkarte mit Symbolen zur Darstellung der lokalen Chromvorkommen Bild vergrößern Karte zur Grundwasserbeschaffenheit

Chrom wird in Form seiner Verbindungen verhältnismäßig verbreitet im Grundwasser gefunden, wobei die Summe aller vorliegenden Chrom-Verbindungen umgerechnet auf ungebundenes Chrom (Chrom-Gesamt) in der Regel im Bereich der Spurenkonzentrationen unter 1 µg/l liegt. Deutlich überdurchschnittliche Konzentrationen finden sich geogen bedingt im salinaren Zechstein, im salinaren Muschelkalk und im Unteren Keuper. Für das Trinkwasser gilt ein Grenzwert für Chrom-Gesamt von 50 µg/l. Unter natürlichen Bedingungen überwiegen stabile Chrom(III)- und Chrom(VI)-Verbindungen, wovon letztere ein für den Menschen toxisches Potential aufweisen. Messungen zeigen, dass der Chrom-Gesamt-Gehalt im Grundwasser nahezu ausschließlich von den besser wasserlöslichen Chrom(VI)-Verbindungen (Chromate) bestimmt wird. In der Karte sind die Chrom(VI)-Konzentrationen im Grundwasser an den Messstellen des Landesmessnetzes dargestellt. Derzeit wird seitens der zuständigen Behörden geprüft, ob für Chrom(VI) ein gesonderter Grenzwert innerhalb der Trinkwasserverordnung eingeführt werden soll