Herausnahme unbelasteter Teilgebiete in den zu betrachtenden Grundwasserkörpern (AVV GeA § 6)

In den auf Grundlage des Ausweisungsmessnetzes zu betrachtenden Grundwasserkörpern wird mit Hilfe sogenannter Stützstellen (rund 6.000) die Ausdehnung der Belastung ermittelt, sodass unbelastete Teilgebiete herausgenommen werden können. Als Stützstellen werden insbesondere Wasserfassungen und Vorfeldmessstellen der öffentlichen Trinkwasserversorgung herangezogen, sofern sie hydrogeologisch dem obersten Grundwasserleiter zuzuordnen sind.

Zur Ermittlung belasteter und unbelasteter Teilgebiete auf Basis der Stützstellen wird das deterministische Regionalisierungsverfahren IDW (Inverse-Distanz-Methode) verwendet, welches ein geeignetes Näherungsverfahren zur Abbildung der realen Verteilung der Nitratkonzentration im Grundwasser ist. Nach diesem Verfahren wird die Höhe der Nitratkonzentration im Grundwasser an einem Ort ohne Messwert durch das gewichtete Mittel der benachbarten gemessenen Nitratkonzentrationen geschätzt. Bei deterministischen Interpolationsverfahren, wie dem IDW-Verfahren, wird der Wert eines Parameters an einem Punkt allein auf Basis seiner relativen Position zu Punkten mit bekannten Messwerten angenähert. Das Verfahren kann in solchen Grundwasserkörpern angewendet werden, die über eine ausreichende Anzahl von Messstellen mit gleichmäßiger Verteilung verfügen. Dies ist in 52 der 74 zu betrachtenden Grundwasserkörper der Fall, sodass diese mittels IDW regionalisiert werden konnten.

Karte mit den Stützstellen und der nach der Regionalisierung weiter zu prüfende Kulisse

Zusätzlich werden die Wasserschutz- beziehungsweise Einzugsgebiete in die Betrachtung einbezogen. Wasserschutz- und Einzugsgebiete, die eine Nitratbelastung aufweisen, verbleiben in der Kulisse. Unbelastete Gebiete werden aus der Kulisse herausgenommen.

Innerhalb der zu betrachtenden Grundwasserkörper weiter zu prüfende Kulisse (nach Regionalisierung und unter Berücksichtigung der Belastung von Wasserschutz- und Einzugsgebieten)