Nitrataustragsgefährdung (AVV GeA § 7)

Die Nitrataustragsgefährdung wird unter Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten wie Bodenart, Niederschlagsmenge und Nitratabbaufähigkeit des Untergrundes sowie den Verweilzeiten des Sickerwassers modelliert. Verwendet wird hierzu das Nitrateintragsmodell NEMo, ein Verfahren mit gleichem Systemverständnis im Sinne von AVV GeA § 20 Absatz 2. Für jede Rasterfläche wird ermittelt, bei welchem Stickstoffüberschuss der Schwellenwert von 50 mg Nitrat pro Liter im Grundwasser überschritten wird.

Beispielsweise wird in sandigen und leichten Böden nur wenig Nitrat abgebaut und Wasser versickert rasch. Sickerwasser kann daher schnell und viel Nitrat ins Grundwasser mitnehmen. Geringe Niederschlagsmengen führen zu hohen Nitratkonzentrationen, hohe Niederschläge verdünnen und senken damit die Nitratkonzentrationen. In niederschlagsarmen Gebieten mit flachgründigen, sandigen Böden (z. B. in Teilen Frankens) ist das Grundwasser daher stärker durch aus dem Boden ausgetragenes Nitrat gefährdet als in niederschlagsreichen Gegenden mit tiefgründigen Böden (z. B. Alpenvorland).

Nitrataustragsgefährdung in der weiter zu prüfenden Kulisse, die im Schritt 2 der Gebietseingrenzung ermittelt wurde.