Projekt DanubeSediment

Bild vergrössern Die Donau nahe Wien

Der Transport von Flussablagerungen, sogenannten Sedimenten, ist ein natürlicher Prozess in Flusssystemen. In den vergangenen Jahrzehnten führten starke flussbauliche Maßnahmen zu großen Veränderungen der natürlichen Sedimentablagerungen in der Donau und ihren Zuflüssen. Diese Veränderungen wirken sich negativ zum Beispiel auf die Binnenschifffahrt, die Wasserkraft, den Hochwasserschutz und den Naturschutz aus.

Die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) forderte bereits 2009 und 2015 im 1. und 2. Gewässerbewirtschaftungsplan ein donauweites Sedimentmanagement. Von der Quelle im Schwarzwald bis zur Mündung im Schwarzen Meer durchfließt die Donau zehn Länder. Zum Management von Wasser und Sedimenten im gesamten Donaueinzugsgebiete wird daher ein internationaler Ansatz benötigt.

Das von Januar 2017 bis Juni 2019 laufende DanubeSediment-Projekt verfolgt diesen ganzheitlichen Ansatz. Mit einem Budget von 3,56 Millionen € arbeiten vierzehn Partner aus neun Ländern gemeinsam an der Herausforderung, das Sediment- und Wassermanagement sowie die Morphologie der Donau zu verbessern. Das Projekt wird durch die Europäische Union im Rahmen des INTERREG-Donauprogramms (EFRE und IPA Fonds) maßgeblich mitfinanziert.

Wissenslücken schließen: Zuerst sammeln die Projektpartner Daten zum Sedimenttransport in der Donau und seinen Hauptzuflüssen. Mit diesen Daten wird eine donauweite Sedimentbilanz erstellt, welche die Herkunft, Ablagerung und Umverteilung der Sedimente darstellt und deren Auswirkungen analysiert.

Umsetzung stärken: Ein Hauptergebnis des Projekts wird die Erstellung eines Leitfadens zum Sedimentmanagement in der Donau (Danube Sediment Management Guidance), dessen Empfehlungen in den 3. Internationalen Bewirtschaftungsplan für die Donau (Danube River Basin Management Plan, DRBMP) und den 2. Hochwasserrisikomanagementplan der Donau (Danube Flood Risk Management Plan, DFRMP) einfließen werden. Beide Pläne werden von der IKSD erstellt.

Hauptzielgruppen der Projektergebnisse sind die Schifffahrt, die Wasserkraft und NGOs sowie alle Institutionen, die sich mit dem Hochwasserrisikomanagement und dem Flusseinzugsgebietsmanagement beschäftigen. Diese werden bereits bei der Entwicklung der Projektergebnisse einbezogen, zum Beispiel im Rahmen nationaler und internationaler Veranstaltungen. Aufbauend auf erarbeitete Empfehlungen erstellt die Projektgruppe ein Handbuch zum Sedimentmanagement, die auf einzelne Akteursgruppen zugeschnitten werden.

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