Fachtagung

Analytik/Stoffe
PFC-Kontaminationen - Bewertungsmaßstäbe für Wasser und Boden

In den letzten Jahren wurden bundesweit zahlreiche Schadensfälle und Verunreinigungen mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in Boden und Gewässern bekannt. Bundesweit einheitliche Regelungen für diese Stoffklasse gibt es z. B. in der Oberflächengewässerverordnung (OgewV) vom 20.06.2016, die aber nur Umweltqualitätsnormen für PFOS enthält. Werden diese Umweltqualitätsnormen derzeit in einem Oberflächengewässer überschritten, müssen geeignete Maßnahmen festgesetzt werden, um ihre Einhaltung spätestens ab Ende 2027 zu erreichen. Bis zum 22. Dezember 2018 muss PFOS im Rahmen zusätzlicher Überwachungsprogramme sowie vorläufiger Maßnahmenprogramme zur Minimierung der Belastung berücksichtigt werden.

Auf EU-Ebene wurden bereits einige PFC bereits als besonders besorgniserregende Substanzen unter REACH identifiziert. Für PFOA gilt ab 2020 mit wenigen Ausnahmen ein EU-weites Verbot. Weitere Beschränkungen zu PFC werden vorbereitet. Zudem hat die EU-Kommission PFOA für die Aufnahme in die Liste der persistenten organischen Schadstoffe (POPs) der Stockholm-Konvention vorgeschlagen. PFOS ist bereits seit 2009 als POP gelistet. Für die bereits regulierten PFC werden andere fluorhaltige Ersatzstoffe eingesetzt. Da zumindest einige jedoch ebenso besorgniserregende Eigenschaften besitzen, sind auch für diese PFC nationale und internationale Risikomanagementmaßnahmen notwendig.

Für weitere PFC gibt es zwar seitens der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) Empfehlungen für Geringfügigkeitsschwellenwerte im Grundwasser (aktuell noch im Entwurf), für Oberflächengewässer oder Boden fehlen solche aber bislang.

In einigen Bundesländern existieren Empfehlungen, so z. B. in Bayern die „Leitlinien zur vorläufigen Bewertung von PFC-Verunreinigungen in Wasser und Boden“. Mit diesen Leitlinien werden für den Vollzug in Bayern ein Bewertungsrahmen sowie beurteilungsrelevante Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt. Damit soll eine Bewertung von PFC-Einträgen in Gewässer oder in den Boden ermöglicht werden (z. B. Einleitungen von Abwasser oder Grundwasser in Oberflächengewässer, Ablagerungen, Einsatz von PFC-haltigen Feuerlöschmitteln). Zusätzlich enthalten die Leitlinien Maßstäbe für die Bewertung von Untersuchungsergebnissen und für Entscheidungen über ggf. erforderliche weitergehende Maßnahmen bei bestehenden Untergrundverunreinigungen.

Ziel ist eine bundesweit einheitliche Bewertung von PFC-Kontaminationen.

Zielgruppe sind Länder- und Vollzugsbehörden, die PFC-Kontaminationen bearbeiten und bewerten müssen.

 

Beginn und Ende

Dienstag, 21. November 2017, 10:00 - 17:00 Uhr

Preis (in €): Eintritt frei

Anmeldeformular

Veranstaltungsort

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179  Augsburg
Landkreis: Augsburg Stadt
Telefon: 0821/9071-0
E-Mail: poststelle@lfu.bayern.de
Internet: www.lfu.bayern.de

Veranstalter

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179  Augsburg
Telefon: 08 21/ 9071-0
E-Mail: fachtagungen@lfu.bayern.de
Internet: https://www.lfu.bayern.de/

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